| Auszug aus dem aktuellen Hauptartikel › Immer feste druff: | | | Gewalt als Erziehungsmittel | | | | | Bevor ich mich den am Ende des Artikels der letzten Woche angesprochenen Fragen widmen kann, muß ich noch einen kleinen Exkurs einlegen. Die Frage der Gewalt in der Erziehung, insbesondere bei der Pferdeausbildung, die im Artikel › Zwang und Gewalt der letzten Woche angesprochen wurde, wird natürlich auch beim Menschen diskutiert:
| und zum thema angst/respekt wollte ich noch was sagen.. ich hatte keine angst vor meiner mutter, niemals, ich hab sie super lieb, jedoch hatte ich einen MORDSRESPEKT vor den konsequenzen! und allein das hat mich zu einem vernünftigen menschen gemacht der weiß wo seine grenzen sind!!!
» Manchmal hat mir eine tracht prügel geholfen.. | | |
Beim Pferd nennt man das anzustreben der Verhältnis zwischen Mensch und Tier "Dominanz" und begründet die Notwendigkeit von Dominanz mit der psychischen Konstitution des Pferdes als Herdentier: Es sei nicht nur gewöhnt, sich unterzuordnen, sondern geradezu darauf angewiesen, sich auf jemanden verlassen zu können, der höherrangig ist und die Verantwortung übernimmt. Nur im Notfall, wenn niemand diese Position einnimmt, werde das Pferd sie selbst übernehmen. Deshalb müsse der Mensch diese Position unbedingt wahrnehmen, denn sonst könne das Pferd sich nicht entspannen.
Wir Menschen sind ja ebenfalls soziale Wesen und können dieses Bedürfnis gut nachvollziehen. Von kleinsten Einheiten - in der Familie, wo alle sich wohlfühlen können, wenn einer alles zur Zufriedenheit regelt, bis hin zu ganzen Staaten, die von einem starken Mann regiert werden, dem sich die Massen willig und begeistert unterordnen. Sobald eine kritische Situation auftritt, werden Menschen ganz unruhig, wenn sie das Gefühl haben, daß niemand da ist, der die Situation im Griff hat. Es reicht dann schon, wenn jemand so tut als ob, damit ihm alle mit fliegenden Fahnen folgen. So entstehen Diktaturen.
Wie in der Politik und in der Familie, wird auch im Umgang mit dem Pferd allerdings einiges durcheinandergeworfen. Respekt hat überhaupt nichts mit Gewalt zu tun. Im Gegenteil, wenn sich jemand mit Gewalt Respekt verschaffen möchte, hat er schon verloren. So geht es auf gar keinen Fall. Jeder Tyrann wird früher oder später unfehlbar gestürzt - notfalls nach seinem Tode.
Respekt erwirbt man sich durch konsistente, konsequente und überzeugende Handlungen, die im Einklang mit höheren Werten stehen, von denen der Handelnde so durchdrungen ist, daß er weder darüber reflektieren noch sich dessen bewußt sein muß, die im Einklang stehen mit den Überzeugungen derjenigen, die sich unterordnen, wobei diese ebenso wenig darüber reflektieren noch sich dessen bewußt sein müssen. Über die ethische Einordnung dieser Werte ist damit noch nichts gesagt. › mehr ...
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