
| | | Heidi Keppel | | | | | Hufe Teil 20 Von › Heidi Keppel
Wie versprochen möchte ich im dieswöchigen Tipp mit den homöopathischen Behandlungsmöglichkeiten von Ringbeinen bzw. Schale fortfahren, denn wenn bereits starke knöcherne Zubildungen vorhanden sind, helfen die schon näher beschriebenen Entzündungsmittel Rhus toxicodendron und Ruta oft nur noch unzureichend. Neben dem ebenfalls schon erwähnten Calcium fluoratum kommen dann vor allem Hekla Lava, Harpagophytum und/oder Symphytum zum Einsatz.
Letzteres spielt besonders dann eine große Rolle, wenn die Schalenbildung direkt auf eine Knochenverletzung in diesem Bereich zurückgeführt werden kann und schon kurze Zeit nach dieser aufgetreten ist. Dann gibt man 3mal täglich 10-15 Tropfen oder Globuli bzw. 2-3 Tabletten Symphytum D4, wobei sich die Behandlungsdauer durchaus über mehrere Wochen erstrecken kann. Durch diese Arznei wird die Knochenheilung optimiert und überschüssiges Gewebe wieder abgebaut.
Eine ähnliche Wirkung zeigt auch Hekla Lava D6 (oder auch D8), welches in derselben Dosierung wie Symphytum und auch problemlos gemeinsam mit diesem Mittel verabreicht werden kann. Dieses Homöopathikum eignet sich zur Behandlung sämtlicher knöcherner Zubildungen, also auch bei diversen Überbeinen und bei Arthrosen mit diesem Erscheinungsbild, wobei es eher nebensächlich ist, ob die Ursache dafür eine Verletzung, eine Überanstrengung oder etwa eine Stoffwechselstörung ist.
Eine weitere Arznei, die unter Umständen bei Ringbeinen helfen kann, ist Harpagophytum D4. Eine Anwendung dieses homöopathischen Mittels ist allerdings meist nur dann sinnvoll, wenn direkt das Gelenk von der Schalenbildung betroffen ist und somit eine ähnliche Situation wie bei einer Gelenkarthrose anzutreffen ist. Auch Harpagophytum wird 3mal täglich (jeweils 10-15 Tropfen oder Globuli bzw. 2-3 Tabletten) gegeben, wobei es aber oftmals sinnvoll ist, 2-3wöchige Behandlungsphasen durch 1-2wöchige Therapiepausen zu trennen.
Genaue Anwendungsempfehlungen sollten Sie sich allerdings von Ihrem erfahrenen Tierheilpraktiker bzw. homöopathisch geschulten Tierarzt holen, der auch besser abschätzen kann, inwieweit eine Kombination der einzelnen Arzneien den therapeutischen Erfolg verbessern kann. Hierbei und bei der optimalen Anwendungsdauer existieren nämlich durchaus starke Unterschiede der individuellen Bedürfnisse, die der Laie nur schwer abschätzen kann. Ebenso fehlt ihm die Erfahrung, ob und wann eine abschließende Nachbehandlung mit Silicea D12 – einem vielseitigen Heil- und Konstitutionsmittel, das in meinen Tipps schon häufig Erwähnung gefunden hat – sinnvoll wäre.
Damit möchte ich meine Ausführungen über die Therapie der Ringbeine beenden und mich einem weiteren wichtigen Hufbereich, dem Hufstrahl, zuwenden. Nähere Informationen über die dort anzutreffenden Erkrankungen, wie etwa Strahlfäule oder Hufkrebs, finden Sie dann in meinen nächsten Tipps.
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