
| | | Heidi Keppel | | | | | Hufe Teil 13 Von › Heidi Keppel
Vorige Woche habe ich Ihnen die homöopathischen Behandlungsmöglichkeiten von akuter Hufrollenentzündung näher erläutert, nun möchte ich Ihnen einige weitere Heilmittel vorstellen, die auch noch bei der chronischen Form der Hufrollenentzündung helfen können, indem sie unerwünschte knöcherne Zubildungen verhindern oder auch wieder abbauen. Auch wenn dadurch nicht immer eine vollständige Heilung erreicht werden kann, so ist zumindest eine deutliche Linderung der Beschwerden zu erwarten. Eine dieser Arzneien, welche auch bei traumatisch bedingten Überbeinen zum Einsatz kommt, ist Hekla Lava D6. Man gibt davon 2-3mal täglich 10-15 Tropfen oder Globuli, wobei meist eine Behandlung über 4-6 Wochen erforderlich ist. Dieses Mittel kann auch sehr gut mit dem bereits im letzten Tipp erwähnten Symphytum D4 kombiniert werden, welches für einen gesunden Neuaufbau von Knochen- und Knorpelsubstanz sorgt. Eine ebenfalls aufbauende Wirkung zeigt Calcium fluoratum D12, welches genauso über mehrere Wochen 1-2mal täglich (jeweils 10-15 Tropfen oder Globuli) verabreicht werden sollte. Dieses Mittel wirkt kräftigend auf Knochen-, Gelenks- und Hufsubstanzen, verhindert aber gleichzeitig abnorme Gewebszubildungen. Durch die Förderung des gesunden Hornwachstums wird nicht nur die Heilung der Hufrollenentzündung unterstützt, sondern gleichzeitig auch ein Rückfall durch Belastung auf hartem Boden weitgehend verhindert. Auch bei chronischer Hufrollenentzündung sollte übrigens die Durchblutung mit Aesculus D4 gefördert werden, so wie ich es in meinem vorigen Tipp beschrieben habe, und wenn es aus irgendwelchen Gründen wieder zu hochakuten Schmerzphasen kommt, sollte auch auf die bereits im letzten Tipp erwähnten Mittel in der angegebenen Dosierung zurückgegriffen werden. Wer andere Arzneien bzw. Arzneikombinationen ausprobieren möchte, sollte sich allerdings zuvor mit einem homöopathisch geschulten Tierarzt oder einem Tierheilpraktiker absprechen, um etwaige Unverträglichkeitsreaktionen zu vermeiden. Um eine völlige Ausheilung von chronischer Hufrollenentzündung zu erreichen, kann oftmals die Verabreichung von Silicea D12 (1-2mal täglich 10-15 Tropfen oder Globuli) oder Silicea D30 (2mal wöchentlich 10 Tropfen oder Globuli) über 2-4 Wochen empfohlen werden. Dieses vielseitig verwendbare und sehr bewährte Homöopathikum kräftigt den gesamten Organismus und regt den gesunden Neuaufbau vieler Körperstrukturen an. Obwohl es dabei eine große Ähnlichkeit zu Calcium fluoratum zeigt, sollte es nicht genau gleichzeitig mit diesem Mittel, sondern bei Bedarf immer in mehrstündigen Abständen abwechselnd mit diesem gegeben werden. So können sich die beiden Arzneien gut ergänzen, ohne sich gegenseitig zu behindern. Damit hätten wir die gebräuchlichsten homöopathischen Therapiemöglichkeiten von Hufrollenentzündungen besprochen. Nun möchte ich nur noch erwähnen, dass der schulmedizinisch in solchen Fällen teilweise immer noch empfohlene Nervenschnitt keine Heilung, sondern oft noch weitere Probleme mit sich bringt. Es werden dabei zwar die Schmerzen des Pferdes beendet, aber durch die daraus entstehende Gefühllosigkeit im betroffenen Bein sind Überlastungen der Sehnen und Bänder, Stolpern und auch erhöhte Verletzungsgefahr durch Stürze förmlich vorprogrammiert. Aus diesem Grund sollte dieser Eingriff keinesfalls übereilt erfolgen, solange noch andere Heilungschancen bestehen.
Siehe auch › Autoren-Messeseite
|