| Auszug aus dem aktuellen Hauptartikel › Kronsteiners System: | | | Beka ist sehr erregt, vielleicht zu früh sich selbst überlassen, er darf sich kaum bewegen | | | | | Für mich ist immer wieder faszinierend, wie viele Menschen sich mit ganz ähnlichen Ideen und Anliegen an die Öffentlichkeit wenden und damit unser Verhältnis zum Pferd ändern. Tausende von Jahren ging der Mensch mit dem Pferd bereits um, trotzdem scheint es, als müßten wir wieder von vorn anfangen, oder besser gesagt, als würden wir in dieser Generation grundlegende neue Wahrheiten entdecken, die mit alten Erkenntnissen vermählt werden sollen.
Das Buch von Alexander Kronsteiner: » Mit Verstand zum Gefühl, das ich in der letzten Woche vorgestellt habe, ist nur eines in einer ganzen Reihe von neuen Büchern zum Verständnis und zur Ausbildung von Pferden und Menschen, die in den vergangenen 20 Jahren veröffentlicht worden sind. Viele dieser Bücher betonen den Verzicht auf Gewalt in der Ausbildung und der täglichen Arbeit und setzen statt dessen auf das Verständnis der Wesenseigentümlichkeit der Pferde und der gleichzeitigen Entwicklung von Pferd und Mensch.
Das ist offensichtlich wichtig. Heute beschäftigen sich Menschen mit Pferden, die oftmals kaum Erfahrungen mit Pferden sammeln konnten, wie das vielleicht noch bis in die fünfziger Jahre des letzten Jahrhunderts der Fall war. Die Bauern arbeiteten bis dahin täglich mit ihren Pferden, auch beim Militär wurden die Pferde bis zum Zweiten Weltkrieg täglich gearbeitet, und aus diesen beiden Bevölkerungskreisen stammten die ersten modernen Sportreiter, die dem Pferd in der heutigen Zeit das Überleben sicherten - vordergründig jedenfalls, denn die Anzahl der Turnierreiter beträgt heute nur noch einen geringen Bruchteil der gesamten Pferdebesitzer.
Seit etwa 30, 40 Jahren hat sich diese Situation sehr deutlich herausgebildet, was vor allem mit dem gestiegenen Lebensstandard zu tun hat. Viele Menschen können sich mittlerweile den Traum vom Pferd erfüllen, haben andererseits aber kaum Erfahrungen mit Pferden. Die ersten Generationen konnten zudem nur von Reitlehrern lernen, die die Herkunft vom Militär nicht ableugnen konnten. Das war ein großes Problem und hat wesentlich dazu beigetragen, daß viele Pferdefreunde ins Abseits gedrängt wurden und sich parallel zur von der FN gepflegten Reitkultur, die sich in erster Linie dem Leistungssport verpflichtet fühlt, mehrere Parallelwelten entwickelten, etwa die Westernszene, die Isländerszene, die Wanderreiterszene, die Barockreiterei usw., wobei sich die meisten Reiter und Pferdebesitzer vermutlich noch nicht einmal einer dieser Bewegungen zugehörig fühlen, sondern ihren persönlichen Stil pflegen - wenn man davon reden kann. › mehr ...
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