Wochenmagazin · Die ganze Welt der Pferde
10. Jahrgang · aktuell  Ausgabe 492

   Magazin 
    › Pferdemarkt    › Anzeigenmarkt    › Messe

 Archiv

 Pferd verkaufen

 Anzeige aufgeben

 Mediadaten

 

 News: FN-aktuell vom 03.09.08
 Presse-Info: "Es besteht ...
 Umwelt und Pferdehaltung, z.B. ... Frankfurt: Kosten sparen ...

Mit   Abo   jeden Montag neu
Neu! Werden Sie   Abonnent!
Neu:   Das Glück der Erde
125 Pferde seit  gestern
Hallo   Pferdefreund!

   

  Menü    Hilfe-FAQ    Login    Newsletter     Bücher    Notizen    Presse    Termine  TV

 
  Heute neu
  Magazin 
  Pferdemarkt
  Anzeigenmarkt
  Messe
  Artikel
  Archiv 
 Bachblüten
 Berichte
 Editorials
 Kunstgalerie
 Rasseportraits
 Rezensionen
 Tips
 Titelgalerie
 Zufallstitel
 Bildmaterial
 Bildschirmschoner
 Cartoons
 Comics
 Fotoalben
 Kalender
 Postkarten
 Poster
 Puzzles
 Informationen
 EWU-Presseticker
 FN-aktuell
 FN-Ergebnisdienst
 FN-Presseticker
 FN-Turniervorschau
 Leserbriefe
 Links
 Pferdenamen
 Presseinfos
 Suchstatistik
 Terminliste
 Terminkalender
 Zitate
 Besucheraktionen
 Abonnieren
 Anzeige aufgeben
 Login
 Link eingeben
 Newsletter-Abo
 Notizen
 Pferd verkaufen
 Presseinfo neu
 Termin eingeben
 Hilfe + Antworten
 Einführung
 FAQ
 Übersicht
 Geschäftliches
 Autorenhinweise
 Bannerwerbung
 Bildwerbung
 Impressum
 Konditionen
 Kontaktformular
 Mediadaten
 Service
 Textwerbung
 
Bericht Zu den Themen Hufpflege, Wanderreiten · Editorial: Bitfäule
Inhaltsverzeichnis Ausgabe 466.08 der Pferdezeitung vom 02.03.08
 Menü Archiv  Mit Pferd und Hund ...  Tschiffely  Heldentum  Schmiergeld
 Diktatur  Hufbeschlag  Eisenfrei   Lobback
 Editorial: Bitfäule 
 Rezension: Der ...  Tip: Hufe V  Rat: Vertragspflichten  Poster: Lateinamerika ...   Pferdemarketing
 Leserbriefe   Angebot der Woche   Westphalen  Gesuche  Angebote
 Pferdemarkt   Reiterhotel  Termine  Mitteilungen
Inhaltsmenü
  Gesamttext   Druckversion   Lesezeichen
  Magazin
  Magazin

  voriges Editorial   Übersicht Editorials   nächstes Editorial

 
W. Popken im Fenster
Selbstportrait 08/2004
 
 
02.03.2008

Bitfäule

Vor ein paar Tagen bin ich zufällig auf diesen Begriff gestoßen, und zwar in der englischen Wikipedia: » Bit rot. In der deutschen habe ich nichts Vergleichbares gefunden - offenbar ist dieses Phänomen bei uns noch nicht offiziell anerkannt, denn in der Sache dürfte sich hierzulande nicht viel anderes tun.

Die Amerikaner, die ja nach wie vor die unbestrittenen Weltmeister in Sachen Software-Entwicklung sind, » HTML, » Linux, » PHP, » Python und » MySQL zum Trotz, haben darüber sehr viel zu sagen. Statt "Fäulnis" wird dort auch der Begriff "Verfall" benutzt, der etwas weniger organisch-anrüchig klingt, aber auch ganz deutlich das Thema der Vergänglichkeit zum Ausdruck bringt.

Die ganze Geschichte ist nicht ganz trivial. Man kann daraus eine richtige Wissenschaft machen. Immer geht es aber um Verfallsprozesse, die ja in der Natur nicht nur normal und allgegenwärtig, sondern auch absolut notwendig sind. Erst der Mensch hat Produkte in die Welt gesetzt, die sich nicht automatisch durch natürliche Prozesse zersetzen, und dadurch eine völlig neue Art von Problemen geschaffen, deren er sich erst jetzt bewußt wird und von denen bis dato unbekannt ist, ob man sie überhaupt noch in den Griff bekommen wird; siehe etwa » Das Müll-Karussell, » Plastikmüll fährt Karussell, » Sanfter Mahlstrom, » Im Pazifik treibt mehr Plastik als Plankton.



Vergänglichkeit

Grundsätzlich müßten wir also sehr zufrieden sein, wenn nichts von Dauer ist. Wie formulierte es George Harrison? » All Things Must Pass, alles muß vergehen. Das ist ein uraltes Thema, das uns Menschen unweigerlich beschäftigt: "Bedenke, daß du sterben mußt!" Das wollen wir natürlich nicht, wir wollen ewig leben, ewig jung sein, nie verfallen und verfaulen. Und tatsächlich fühlen wir uns ja oft jung, auch wenn wir alt an Jahren sind. Die Seele altert nicht, jedenfalls nicht notwendigerweise.

Selbst technische Gegenstände verfallen normalerweise. Am rohen Eisen sieht man es am schnellsten und deutlichsten, es rostet. Es mag vielleicht ein paar Jahre dauern, aber irgendwann werden die modernen Eisenskulpturen nur noch ein Häufchen Rost sein. Und das ist vielleicht auch gut so. Dabei möchten wir doch nicht nur uns selbst unbegrenzt erhalten, sondern auch die Gegenstände, die wir geschaffen haben. Wir finden es unerträglich, daß Bücher altern und verfallen, daß Kunstgegenstände zerstört werden, daß man viele Dinge nur erhalten kann, wenn man sie regelmäßig erneuert, womit sie natürlich nicht mehr im Originalzustand sind.

Aber selbst wenn man ein neues Auto als kulturellen Wert begreift und so selten wie möglich damit fährt, es ständig in einer klimatisierten Garage mit niedriger Luftfeuchtigkeit aufbewahrt, werden Alterungsprozesse unvermeidlich sein. Plastik wird spröde, Gummi morsch, Leder brüchig, Lack matt. Dafür sorgen schon die unvermeidlichen Luftbestandteile, auch wenn sie mikroskopisch klein sind.



Digitale Welten

Nur bei den Computern soll es anders sein - zumindest im Bereich der Software. Software kann doch nicht altern, oder? Tatsächlich wird unterschieden zwischen dem physischen Verfall von Datenträgern, der zunehmenden Fehleranfälligkeit von Programmen und dem Verlust von Daten. Daß Datenträger verrotten, hat uns schon das Beispiel "Buch" gezeigt. Im Grunde ist ein Buch ja ein Datenträger, der analoge Daten enthält. In der Frühzeit der Datenverarbeitung wurden die digitalen Daten auf Papier geschrieben, etwa als Lochstreifen oder als Lochkarte. Selbstverständlich können diese Datenträger verrotten.

Aber auch magnetische Datenträger wie Floppys oder optische Datenträger wie CDs haben keine unbegrenzte Lebensdauer. Genaue Aussagen darüber lassen sich (noch) nicht machen, aber alle sind sich einig, daß die Haltbarkeit dieser modernen Medien deutlich geringer sein dürfte als die von Papier. Wie beim Papier kann sich das Trägermaterial zersetzen, es kann aber auch dazu kommen, daß die Informationen nicht mehr lesbar sind. Auch dieses Phänomen ist vom Papier bekannt. Möglicherweise verblassen die Buchstaben, oder man kann die Schrift nicht lesen, weil die Buchstaben oder die Sprache unbekannt ist. Alles das gibt es in der digitalen Welt: Die magnetischen Informationen werden schwächer, oder die Lesegeräte sind nicht mehr vorhanden oder können nicht mehr betrieben werden, oder die Daten können nicht mehr entziffert werden, weil das Format, die Verschlüsselung, inzwischen nicht mehr bekannt ist.



Datenverlust

Soweit kann man die Probleme nachvollziehen. Aber inwiefern "verfaulen" Programme? Was soll man unter der "Verrottung" von Daten verstehen? Ich wette, Sie stoßen ständig auf diese Probleme. Daß Programme immer schlechter funktionieren, je älter sie werden, ist vielleicht nicht unbedingt offensichtlich, aber doch häufig genug, daß dieses Phänomen unter Programmierern bekannt ist. Man rätselt noch, woran das liegen mag. Ein Grund könnte darin liegen, daß im Laufe der Programmentwicklung Veränderungen vorgenommen werden, die an anderer Stelle unerwünschte Konsequenzen haben, wodurch neue Fehler eingeführt werden.

Der tägliche Datenverlust ist besonders im Internet augenfällig. Man findet irgendwo etwas Hochinteressantes, es wird ein weiterführender Link angeboten, man klickt darauf und landet im Nirvana. Selbst bei der Wikipedia, die ja von vielen tausend Augen ständig beobachtet und verbessert wird, ist mir das schon sehr häufig passiert. Als braver Zeitgenosse habe ich mich dann auf die Suche gemacht und den betreffenden Link entweder gelöscht oder korrigiert - was man bei der Wikipedia ja nicht nur machen kann, sondern auch machen soll. Bei allen anderen Internetpräsenzen ist das gar nicht möglich; man kann höchstens den Webmaster benachrichtigen.



Linkfäule

Diese spezielle Art von Datenverlust hat ebenfalls einen Namen bekommen: » Link rot, Linkfäule. Inzwischen beschäftigt man sich wissenschaftlich mit dem Phänomen. Im Jahr 2003 hat man festgestellt, daß 0,5% aller Links pro Woche (!) verschwinden. Im Jahre 2005 erbrachte eine andere Untersuchung, daß 50% aller Verweise in einer Online-Datenbank nach zehn Jahren ungültig geworden waren. Wieder andere Studien in den Jahren 2001 und 2003 erbrachten noch schlimmere Werte. Das ist besonders problematisch für wissenschaftliche Arbeiten, weil sich deshalb im Grunde Bezüge auf Internet-Quellen verbieten.

Es stellt sich außerdem heraus, daß diese Art von Datenverlust nicht automatisch entdeckt und bekämpft werden kann. Da man diese Art von Datenverlust nicht kampflos hinnehmen möchte, hat man verschiedentlich Anstrengungen unternommen, um digitale Inhalte zuverlässig und dauerhaft zu konservieren (Stichwort: » Wayback Machine). Ob das funktionieren wird, kann man im Moment noch nicht absehen. Auf jeden Fall ist das Problem erkannt.

Als ich mit der Pferdezeitung begann, war mir schon klar, daß alle möglichen Fehler und Verluste auftauchen können. Deshalb habe ich von Anfang an Mechanismen eingebaut, die mich vollautomatisch informieren, wenn etwas nicht ordnungsgemäß abläuft. Dieses Verfahren ist nicht ganz unproblematisch. Zum einen werden nicht alle Fehler entdeckt. Vielleicht berichte ich in der nächsten Woche von einem rätselhaften Fehler, der in den letzten Wochen ein paar Mal aufgetreten ist und bisher nicht automatisch entdeckt werden konnte. Zum anderen werden auch Fehler gemeldet, die wirkliche Fehler sind, nämlich beispielsweise ausgelöst durch böswillige Roboter, die mit Gewalt versuchen, in unser System einzubrechen. Sofern man diese klassifizieren kann, kann man die Benachrichtigung in solchen Fällen natürlich abstellen.

Im Großen und Ganzen bin ich recht zufrieden mit meinem System und glaube, daß wir immer noch alle Inhalte anbieten können, die jemals von uns veröffentlicht worden sind. Wir könnten sogar die Inhalte wieder präsentieren, die wir seit Jahren nicht präsentieren dürfen - die vielen alten und lesenswerten Artikel von Sylvia Frevert. Aber das ist nicht unsere, sondern ihre Entscheidung (siehe  Rechtsstreit beendet).

 
Chefredakteur und Herausgeber
 
 






nächster Abschnitt:   Rezension: Der Abenteuerreiter     Gesamttext     Druckversion   nur      Hauptartikel



  voriges Editorial   Übersicht Editorials   nächstes Editorial


AddThis Social Bookmark Button


Bericht Zu den Themen Hufpflege, Wanderreiten · Editorial: Bitfäule
Inhaltsverzeichnis Ausgabe 466.08 der Pferdezeitung vom 02.03.08
 Menü Archiv  Mit Pferd und Hund ...  Tschiffely  Heldentum  Schmiergeld
 Diktatur  Hufbeschlag  Eisenfrei   Lobback
 Editorial: Bitfäule 
 Rezension: Der ...  Tip: Hufe V  Rat: Vertragspflichten  Poster: Lateinamerika ...   Pferdemarketing
 Leserbriefe   Angebot der Woche   Westphalen  Gesuche  Angebote
 Pferdemarkt   Reiterhotel  Termine  Mitteilungen
Inhaltsmenü
  Gesamttext   Druckversion   Lesezeichen
  Magazin
  Magazin



  Home     Anfang     Menü     Druckversion     Drucken     Empfehlen     als Startseite

   Magazin 
    › Pferdemarkt    › Anzeigenmarkt    › Messe

 Archiv

 Pferd verkaufen

 Anzeige aufgeben

 Mediadaten


 Anfang  Autorenhinweise  Mediadaten  Kontakt   ›Impressum  Konditionen     Leserbrief
Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe / E-Mails zu veröffentlichen. (Bitte teilen Sie uns mit, wenn Sie mit einer Veröffentlichung nicht einverstanden sind)

http://xmesse.de

 
» Workshop OOP
 
 
 

http://www.maxthon.com

 
» Maxthon
 
Die Adresse dieser Seite: pferdezeitung.com/466.08/Editorial:_Bitfäule
Es ist jetzt der 07.09.2008, 10:34, GMT +01:00
Konsequent in alter Rechtschreibung - ausgenommen Fremdautoren.
Der Herausgeber ist nicht verantwortlich für Leserbeiträge und die Inhalte externer Internetseiten.
Tip: Deutsch/Englisch-Übersetzung: » dict.cc


Lobback

 

  Peitschenmacher

 
 
 

Ansorena

 

  Pferdefotograf aus Leidenschaft

 
Zum  Pferd:  Pferde-Messe ·  Pferdemarkt ·  Pferdekauf ·  Pferdeverkauf
Verantw. im Sinne des Pressegesetzes: Dr. Werner Popken
©1999-2008 · ISSN 1437-4528 · Statistik:  Übersicht
0049(0)5744-5115-74   0049(0)5744-5115-75   0049(0)160-795-7163
ISIS GmbH & Pferdeverlag · Hauptstr. 13 · 32609 Hüllhorst
Germany · HRB 2627 AG Bad Oeynhausen · USt-Id DE811992532


  FYLGJA · Wir begleiten & geleiten Sie ein Stück Ihres Weges mit Pferden
z.B.   Angebot der Woche 08-07: Schnupperfahrwochenende Freizeitfahren nach Achenbachy am 31.08.-02.09.2007 Der Spätsommer hat begonnen und das bedeutet, ...

  Aus Ausgabe 492 unseres Wochenmagazins: Angebot der Woche 08-36
z.B.   Westphalen/08-36: Pferderechtswissen für den juristischen Laien Die Entscheidung "Zylinderkopfdichtung" des BGH vom 18.07.2007 und ...