Das erste Pferd war mit dem Kunststoffbeschlag in Originalzustand ausgestattet.
| Die Bodenverhältnisse waren sehr hart und steinig, es ging oft steil bergauf und bergab auf sehr unebenen Geläuf. Die Stute ging täglich ca. vier Stunden. Am Ende des dritten Tages lösten sich am rechten Huf außen die letzten drei Klebelaschen. Sie wurden am Abend wieder angeklebt. Mitte des vierten Tages ging dann der Schuh auf einem Wiesenweg beim Angaloppieren verloren. Am Ende des vierten Tages lösten sich am zweiten Schuh die ersten Laschen. Am Morgen des fünften Tages hing der Schuh nur noch an einigen Laschen und konnte durch eine leichte Drehbewegung ganz leicht vom Huf gelöst werden. a.a.O. | | |
Das andere Pferd hatte diesen Hufschutz nur hinten, und zwar nur die Tragschicht, an die dann ein Aluminiumschutz angeschraubt war.
| Bei ihr gab es keine Ablösungen der Klebelaschen, was vermutlich auf den allgemein stabileren Aluminium-Hufschutz zurück zu führen ist. Nach knapp sechs Wochen lösten sich dann die ersten Laschen. Sie wurden nochmals nachgeklebt. Nach ein paar Tagen ging dann aber der erste verloren, der zweite war leicht zum Abnehmen. a.a.O. | | |
Das ist natürlich nicht so erfreulich. Insgesamt wird dem System bescheinigt, flexibel zu sein, weil die Tragschicht alleine mit verschiedenen anderen Materialien kombiniert werden kann. Der Preis wird als günstig bezeichnet, die Idee der Verschweißung wird positiv beurteilt. Man formuliert, sie hätte mehr Erfolg verdient - eine merkwürdige Redewendung, die vielleicht erst durch die abschließende Beurteilung verständlich wird. Das ganze Verfahren wird als zu zeitaufwendig und umständlich kritisiert, wobei man allerdings zugesteht, daß die Sache mit zunehmender Übung schneller vonstatten gehen wird. Daher die Schlußfolgerung, daß das Produkt in den Händen von Spezialisten vielleicht brauchbar ist. Allerdings können auch die an der mangelnden Haltbarkeit nichts ändern. Das ist der Todesstoß. Es gibt nämlich einfachere und haltbarere Produkte mit derselben Funktionalität.
Solche Beurteilungen wollen sowohl Fachleute als auch Pferdebesitzer lesen! Das ist wirklich hilfreich! Es wird daran aber auch deutlich, daß diese Schule sehr an die Nützlichkeit von solchen technischen Entwicklungen glaubt. Immer wieder werden neue Erfindungen gemacht und begeistert aufgegriffen, die eine oder andere sogar mit einer Auszeichnung bedacht, aber im Grunde findet man nichts dabei, daß Pferde ohne irgendwelchen Schutz laufen können.
Deshalb muß der arme Pferdebesitzer mit den Konsequenzen leben, die etwa heißen, daß auf einem Wanderritt der Hufschutz seinen Geist aufgibt. Es gibt inzwischen viele Leute auf der Welt, die sich auf so etwas überhaupt nicht mehr einlassen wollen. Darüber will ich in der nächsten Woche etwas ausführlicher berichten.
Quellen / Verweise
Fotos
wie angegeben
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