
| | | Horst Schinzel | | | | |
| Neue Herausforderungen durch neues Umwelthaftungsrecht
Umwelthaftungsrecht
Kommentar von › Horst Schinzel | | |
Im Rahmen seiner Untersuchungen zum Tourismusbarometer hat sich der Ostsdeutsche Sparkassenverband auch mit dem Buchungsverhalten befasst. Seine nicht ganz überraschende Erkenntnis: Das Internet wird immer wichtiger. Zwar buchen die Touristen einen Auslandaufenthalt meist noch im Reisebüro. Aber Inlandsreisen werden zunehmend unmittelbar beim Leistungsträger bestellt. Alle Anbieter touristischer Leistungen sehen im Internet einen Vertriebsweg mit hohem Zukunftspotenzial und steigender wirtschaftlicher Bedeutung.
Nach der Untersuchung haben 28 Prozent aller Personen mit Internetzugang schon einmal so eine Unterkunft gebucht, 21 Prozent Flugtickets und 16 Prozent Eintrittskarten. Internetbuchungen sind wegen ihrer Schnelligkeit, der dauerhaften Verfügbarkeit des Angebotes, sofortigen Vakanzanzeigen und einer große Übersicht beliebt. Jede vierte Hotelbuchung in Deutschland kommt mittlerweile über das Internet, bei den Kettenhotels sind es sogar mehr als vierzig Prozent. Waren es ursprünglich vorwiegend Geschäftsreisende, so nutzen zunehmend auch Privatreisende diese Möglichkeit. Suchmaschinen spielen eine große Rolle. 93 Prozent der Internetuser geben an, diese für Informationen und Angebote zu nutzen. Für die Websites der Landesmarketing-Gesellschaften ist daher äußerst wichtig, in den Top-10-Einträgen der bekanntesten Suchmaschinen wie Google, Yahoo, MSN der Altavista aufzuscheinen. Der Sparkassenverband hat festgestellt, dass die ostdeutschen Bundesländer gut platziert sind. Dennoch gibt es hier noch bezüglich der Unter-Themen Verbesserungswünsche. Auch für die regionalen Tourismusverbände wird die Website immer wichtiger.
Die schriftlichen Anfragen sind stark rückläufig, die telefonischen bleiben gleich oder sind steigend. Immer mehr mögliche Kunden fragen elektronisch an. Wenig Bedeutung hat dieser Vertriebsweg bislang für die örtlichen Tourismusinformationen. Bislang liegt der Anteil der elektronischen Buchungen durchweg unter zehn Prozent. Jedoch sind die Anbieter überzeugt, dass sich dies sehr bald ändern wird. Hotels verkaufen ihre Zimmer meist - bei einem Viertel der Befragten zu vier Fünfteln - noch über den eigenen Vertrieb. Es folgen private Online-Anbieter und Vermittlungspartner. Eine wesentliche Änderung erwarten die Hoteliers nicht. Die privaten Online-Anbieter werden zunehmend an Bedeutung gewinnen. Andere Vermittlungspartner verlieren offenbar an Bedeutung. Bemerkenswert gewinnt der Vertrieb über das Online-Auktionshaus eBay zunehmend Freunde unter den Anbietern.
Wichtiger werden auch die zunehmend genutzten Bewertungsportale für Zielgiebiete und Leistungs-Träger. Das gilt auch für GPS-gestützte Systeme.
Den Landesmarketing-Gesellschaften empfiehlt der Ostdeutsche Sparkassenverband daher, ähnlich wie "Trendscouts" auch "Vertriebsscouts" einzusetzen. Die müssten sich laufend mit neuen Vertriebsmethoden, -partnern und technologien befassen. Ihre Aufgabe wäre es herauszufinden, welche Entwicklungen auch für den touristischen Vertreib geeignet sind und darüber Tourismus-Organisationen und Leistungsträger zu beraten. Ein Rat, der sicherlich auch außerhalb des Verbandsgebietes des Ostdeutschen Sparkassenverbandes beachtet werden sollte.
Siehe auch › Vorgestellt: Ostholstein › Vorgestellt: Bettina Eistel
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