
| | W. Popken im Fenster Selbstportrait 08/2004 | | | | | 07.05.2006
Wagnis
Vor vier Wochen habe ich mich entschlossen, das Abo-System einzuführen. 1000 Abonnenten sollten es schon sein, und nach vier Wochen sind es 464. Ist das gut oder schlecht?
Schwer zu sagen. Das hängt davon ab. Von der weiteren Entwicklung nämlich. Wenn es so weitergeht wie in den letzten Tagen, dann dürfte das Ziel in einem halben Jahr erreicht sein. Wenn aber der tägliche Zuwachs gegen Null geht, geht auch die Chance gegen Null, dieses Ziel je zu erreichen. Man wird also abwarten müssen.
Überhaupt: das Warten. Zunächst habe ich gewartet, wie sich die Situation entwickelt. Dann habe ich vor ein paar Tagen entschieden, daß es weitergehen kann, und wie angekündigt Rechnungen geschrieben. Bei der Zahlungsweise "Lastschrift" konnte ich die Beträge sofort einziehen. Nach ein paar Tagen sah ich dann eine Menge roter Buchungen auf meinem Konto. Alles Lastschriften, die wieder zurückbelastet wurden, jede zusätzlich mit 3 Euro Gebühr zu meinen Lasten.
Bei der Zahlungsart "Überweisung" muß ich sowieso warten, bis die Zahlungen eingehen. Und sie gehen sehr, sehr spärlich ein. Bei PayPal geht es etwas schneller, aber die Hälfte der Zahlungen sind ebenfalls noch nicht erfolgt. Warten ist angesagt.
Hoffnung
Hoffen wir das Beste und fahren wir fort. Es ist ja nicht alles schlecht. Vor Monaten hatten wir täglich für ein paar Minuten einen Ausfall der Datenbank. Ich habe sehr viel Zeit und Energie in die Fehlersuche gesteckt, aber bis heute keinen Fehler gefunden. Ich vermute neuerdings, daß mein Programm irgendwo eine Schleife hat. Wenn diese aktiviert wird, verbraucht der entsprechende Thread sämtlichen Hauptspeicher, wodurch die Datenbank absäuft. Ein Überwachungsprogramm zerstört dann den fehlerhaften Thread, und ein weiteres Überwachungsprogramm startet die abgeschossenen Programme automatisch. Anschließend ist alles wieder in Ordnung.
So könnte es sein. Wenn nun die auslösende Bedingung aus welchen Gründen auch immer nicht mehr erfüllt ist, taucht das Problem nicht mehr auf, oder nur noch sehr selten. Vermutlich werde ich es nie aufklären können. Es muß reichen, daß die Krise im Grunde überwunden ist, ohne daß wir wissen, warum.
Dank
Auch an dieser Stelle mein herzlicher Dank an alle Leser, die mit guten Wünschen und Anerkennung nicht gespart haben! Ihre Unterstützung ehrt mich und zeigt, daß meine Arbeit nicht umsonst ist. Wenn man doch nur in die Zukunft blicken könnte! Es wäre schon sehr interessant zu erfahren, wie die Situation in einem, zwei oder fünf Jahren aussehen wird.
Aber dann wäre ja die ganze Spannung weg - also gut, warten wir's ab.

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