
| | W. Popken im Fenster Selbstportrait 08/2004 | | | | | 19.03.2006
Telefon
Die Menschen sind schon komisch. Immer wieder einmal erreichen mich Beschwerden von Inserenten, daß die Kommunikation mit Interessenten nicht richtig funktioniert. Das kann ich bestätigen. Wie oft habe ich Leser angeschrieben, um sie auf Probleme hinzuweisen oder ihnen zu helfen. Habe ich jemals eine Antwort bekommen? Ich müßte schon nachdenken. Hat sich jemals jemand bedankt?
Natürlich bedanken sich immer wieder Leute, aber das sind andere. Diejenigen, um die ich mich bemühe, danken es mir nicht. Da frage ich mich dann, mit welchen Wassern diese Leute gewaschen sind.
Neulich habe ich zum Beispiel jemand daraufhingewiesen, daß eine Deckanzeige mit 5000 EUR Decktaxe unglaubwürdig ist und darauf hindeutet, daß hier offenbar ein Pferd verkauft werden soll. Wenn die Verkaufsanzeige aber als Deckanzeige geführt wird, dürfte damit den Verkaufsabsichten nicht gedient sein. Bei dieser Gelegenheit erinnerte ich mich, daß ich die Inserenten vor Monaten schon einmal daraufhingewiesen habe. Natürlich ohne eine Antwort zu bekommen. Und anscheinend haben diese Leute noch nicht einmal reagiert und werden vermutlich erneut nicht reagieren. Wie wollen die jemals mit jemandem Kontakt aufnehmen, wenn sie sich tot stellen?
Neulich habe ich jemandem, der sich beschwerte, folgenden Rat gegeben:
| Herzlichen Dank für Ihr Schreiben! Ich benutze den Antwortmechanismus selber öfters und weiß, weil ich eine Kopie bekomme, daß er funktioniert. Tatsächlich bekomme ich ebenfalls sehr selten eine Rückmeldung. So sind die Leute offenbar.
An Ihrer Stelle würde ich anrufen. Für mich lohnt sich das meistens nicht, weil ich nur Hinweise gebe, aber in manchen Fällen greife ich zum Telefon und habe das noch nie bereut. | | |
Eigentlich muß ich mir diesen Rat selber geben. Denn wenn ich mich ärgere, daß jemand auf meine E-Mail nicht reagiert, hätte ich wohl doch lieber anrufen sollen.
Erfolg
| Glückwunsch! Ihre Werbung ist erfolgreich! | | |
So heißt es jetzt immer, wenn jemand auf die Textwerbung oder die Bildwerbung klickt. Diese Benachrichtigung habe ich vor einer Woche eingeführt und beobachte inzwischen sehr interessiert, wann und wo die Leute klicken. So habe ich zum Beispiel angenommen, daß die Links nach außerhalb nicht besonders beliebt sind. Dieses Vorurteil kann ich jetzt eigentlich nicht mehr aufrechterhalten. Es gibt nämlich eine interessante Kampagne, wo sowohl Textwerbung auf die eigene Homepage als auch Textwerbung und Bildwerbung auf eine Kleinanzeige geschaltet ist. Die Werbung für die eigene Homepage wird erstaunlich oft angenommen.
Die Bildwerbung wird seit 14 Tagen automatisch mit der Textwerbung kombiniert, wenn beides geschaltet ist. Außerdem wird bei der Bildwerbung nicht nur ein Bild gewählt, sondern alle vorhandenen Bilder. Damit ergibt sich eine enorme Abwechslung. Kein Wunder, daß die Bildwerbung sehr beliebt und erfolgreich ist. Die reine Textwerbung wird demgegenüber aber ebenfalls angenommen.
Entscheidend scheint einzig und allein das Thema zu sein und die Gelegenheit. Wenn jemand gerade Kenntnis von der Werbung nimmt, der damit etwas anfangen kann, kann ein Klick resultieren, ansonsten muß die Werbung erfolglos bleiben. Man kann niemandem etwas nahebringen, mit dem er nichts anfangen kann. So einfach ist das. Es geht also einfach nur darum, das eigene Angebot möglichst oft zu präsentieren, um alle diejenigen, für die es interessant sein könnte, auch wirklich zu erreichen.
Hufige Fragen
Die Suchmaschine ist inzwischen so weit optimiert, daß ich kaum noch etwas verbessern kann. Alle möglichen Varianten werden automatisch abgefangen und optimal umgesetzt. Hier einfach einmal zur Belustigung eine kleine Liste von ganz normalen Anfragen:
- hufige fragen
- selle francaise
- vollblutarababer
- pfererdesachverständiger
- kaldblut
- irish thinker
- verschneken
- hannoveaner
- tenneseewalker
| Wie viele Möglichkeiten gibt es, etwas falsch zu schreiben? Dagegen kann ich gar nicht anprogrammieren. Wer sich offensichtlich verschreibt, kann sich auch korrigieren. Problematischer sind die Eingaben, die darauf schließen lassen, daß der Leser gar nicht weiß, wie der Begriff wirklich geschrieben wird. Dann muß man wohl helfen. So wandle ich ein "saddel", "fijord", "quater", "kladrupper" oder "knapstrubber" stillschweigend um.

| | | Chefredakteur und Herausgeber | | | | |
| |