|  | High Performance Barefoot Horses » Tribe Equus as they were born to be... |  |  |  |
| Im Jahre 2000 hat Dr. Straßer laut Prof. Cook eine Reihe von Seminaren in Nordamerika gegeben und in der Zeitschrift » The Natural Horse einen Artikel veröffentlicht. Im selben Jahr hatte ihre Schülerin Yvonne Welz das » The Horse's Hoof Magazine gegründet, das im Februar 2006 seine 22. Ausgabe erlebte.
Gretchen Fathauer and Yvonne Welz haben im selben Jahr eine weitere Diskussionsliste eröffnet ("The Natural horsetrim list" - in Deutschland war so etwas wie Diskussionslisten zu diesem Zeitpunkt noch ziemlich unbekannt - wir haben vergeblich versucht, im Jahr zuvor einige Listen zu starten), Anna Larson eine weitere: "Barefootedhorses", Cindy "Hawk" Sullivan publizierte über die Arbeit von Straßer auf ihrer Webseite » Tribe Equus, deren Wahlspruch ist: "Born To Be Barefoot". Der Untertitel lautet: "High Performance Barefoot Horses" und zeigt den Huf eines wilden Pferdes.
In seiner Begründung wird Prof. Cook sehr persönlich. Er wirft seine ganze professionelle Autorität in die Waagschale. Seit 50 Jahren sei er als Veterinärmediziner tätig, schon in den ersten sieben Jahren mit Pferden befaßt, er habe seinerzeit an der veterinärmedizinischen Abteilung der Universität Glasgow über Lahmheiten beim Pferd gelehrt, sei praktisch seine gesamte Berufslaufbahn hindurch in der Lehre und Forschung tätig gewesen und habe zum Schluß an der Tufts University eine Doppelprofessur für Chirurgie und Anatomie bekleidet. In seiner Rolle als Anatom sei er besonders an der komplexen Anatomie des Pferdehufes interessiert gewesen.
Damit stellt er sich als Fachmann auf diesem Gebiet dar. Wer sich solange damit beschäftigt hat, wer dieses Gebiet professionell vertreten hat in Forschung und Lehre, der dürfte doch wohl etwas darüber wissen und aussagen können. Er fährt aber mit einer erstaunlichen Aussage fort, nämlich daß er eigentlich über die vielen Widersprüche und Ungewißheiten im herkömmlichen Verständnis des Pferdehufes verwirrt gewesen sei. Die unabweisbaren Antworten auf diese Rätsel seien ihm mehr als deutlich geworden, als er zwei der angeführten Bücher gelesen habe (Strasser, H and Kells, S.: "A Lifetime of Soundness: The Keys to Optimal Horse Health, Lameness Rehabilitation, and the High-Performance Barefoot Horse." und Strasser, H.: "Shoeing: A Necessary Evil?"). Hier die Originalformulierung:
| | I have long been puzzled by many contradictions and uncertainties in our traditional understanding of the horse’s hoof. The irrefutable answers to these puzzles were made abundantly clear to me when I read the two books cited above6,7. | | |
Dr. Straßer habe der veterinärmedizinischen Wissenschaft und allen Pferdebesitzern einen großen Dienst erwiesen, indem sie unsere Aufmerksamkeit auf zehn Jahrhunderte menschlicher Irrtümer im Umgang mit dem Pferd gelenkt habe. Außerdem empfehle er sie wärmstens für ihre Beiträge zum Wohlbefinden des Pferdes und für die Lösung vieler ernsthafter Probleme.
Die Behandlung und die Vorbeugung vieler Huferkrankungen sei zu lange ungenügend verstanden und schlecht umgesetzt worden. Ihre Errungenschaften seien umso bemerkenswerter, als sie die Ursache zweier besonders schlecht behandelbarer Krankheiten befriedigend erklärt habe, nämlich der Hufrollenentzündung und Hufrehe, die beide für Jahrhunderte Fluch und Verderben der Pferde waren. Weil die Ursache bis heute nicht verstanden war, habe sich die Behandlung durch trotz größter Anstrengungen erfahrener Tierkliniker der ganzen Welt als unwirksam erwiesen.
Halte man sich hingegen an die Empfehlungen von Dr. Straßer, könnten diese Krankheiten verhindert werden und sogar fortgeschrittene Fälle von "unheilbarer" Hufrollenentzündung und Hufrehe könnten geheilt werden. Der therapeutische Ansatz für solche herausfordernden Fälle sei getestet und nicht nur von ihr selbst, sondern auch von anderen als erfolgreich erwiesen worden - was ein wichtiges Kriterium sei, an dem sich jede neue Methode messen lassen müsse. Die Gesamtzahl der Pferde, die an diesen Krankheiten litten und erfolgreich sowohl in Europa als auch in Nordamerika behandelt worden seien, beliefe sich schon in die Tausende.
Im übrigen sei er der Meinung, daß die beiden Bücher mit Sicherheit Klassiker werden würden. Sie gehörten in die Bibliothek eines jeden Pferdemenschen, und jeder Student der Tiermedizin, der sich mit Pferden befassen wolle, müsse verpflichtet werden, diese Bücher zu lesen. Daher sei es nicht mehr als angemessen, daß Straßer nicht nur für ihre originäre Forschung, sondern auch für ihre ganz erheblichen Anstrengungen zur Verbreitung ihre Einsichten im Kollegenkreis und unter Pferdebesitzern weltweit geehrt werden müsse.
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