Druckversion     Drucken     Vollversion
   Magazin 
    › Pferdemarkt    › Anzeigenmarkt    › Messe

 Archiv

 Pferd verkaufen

 Anzeige aufgeben

 Mediadaten

  Hilfe-FAQ  

   


 
Bericht Zu den Themen Bodenarbeit, Gebisse, Lebensgeschichte, Quarter Horse · Turnierbericht: Pferderennen
Inhaltsverzeichnis Ausgabe 361.06 der Pferdezeitung vom 26.02.06
 Menü Archiv  Gebissloses Reiten  Eigenes Pferd  Grundausbildung  Anreiten
 Knotenhalfter  Leckerli-Trick  Westerndressur   Equistro  Gift: Frühlings-Kreu...
 Editorial: Es nervt!  Rezension: optimum ...  Tip: Zucht mit ...
 Turnierbericht: Pfer... 
 Poster: Galoppstrecke am ...
 Cartoon: Taktschlagen   Kühnle  Leserbriefe   Angebot der Woche   Platz-Max
 Gesuche  Angebote  Pferdemarkt   Nösenberger  Termine
 Mitteilungen  FN-Presseticker  Links  Leserresonanz
Inhaltsmenü
  Gesamttext   Vollversion   Lesezeichen   Pferdefreund   Newsletter 

© 2008  
© 2008  
© 2008  
© 2008  
© 2008  
© 2008  
© 2008  
© 2008  
© 2008  
© 2008  
St. Moritzer-See-Rennen
Mitfiebernde Zuschauer inmitten schnaubender Pferde

Pferderennen

Turnier von   Matthias Rohner

Das alljährlich stattfindende Pferderennen auf dem zugefrorenen St. Moritzer-See ist nicht nur ein Spektakel für die Schickeria. Auch weniger gut Betuchte geniessen vor allem die spezielle Atmosphäre, die an diesem Anlass herrscht - und das auch bei schlechtem Wetter.

Es ist Sonntagnachmittag, 14.40 Uhr. Auf dem zugefrorenen St. Moritzer-See geht's hektisch zu und her. Pferde-Gewieher, herumhastende Wärter und Zuschauer, die sich im letzten Moment die besten Plätze zu ergattern versuchen.

Viel Zeit bleibt nicht, denn in fünf Minuten beginnt das prestige-trächtige "Gübelin"-Pferderennen. Ein Flachrennen über 2000 Meter. Die Preissumme, 111'111 Franken, ist gestiftet von Gübelin, dem renommierten Schweizer Uhren- und Schmuck-Geschäft, und der Gemeinde St. Moritz.

Das Rennen beginnt

Bei Minustemperaturen und dichtem Schneegestöber galoppieren die bunt gekleideten Jockeys - so nennt man die Rennreiter - auf ihren Pferden zum Start. Der Platzspeaker verkündet die Startreihenfolge. Dann geht alles sehr schnell: Kaum sind die Pferde in den Startboxen, schon öffnen sich die Tore und sie galoppieren los.

Die Jockeys, stehend im Sattel, leicht nach vorne geneigt, wippen gleichmässig im Takt, auf und ab. Zu Beginn sind noch alle Pferde mehr oder weniger zusammen. Wenn sie an den Zuschauern, die entlang der Rennbahn gebannt auf ihre Favoriten schauen, vorbeigaloppieren, hört man nicht viel, ausser einem dumpfen Getrampel. Der Schnee schluckt die Geräusche.

Neben mir an der Abschrankung steht eine ältere Frau von Esslingen aus dem Zürcher-Oberland. Stolz berichtet sie mir von ihrer Pferde-Pension zuhause. Sie mag die besondere Atmosphäre dieses Anlasses und die Aufmachung der Rennen.

Ich frage sie, ob sie die vielen, in protzigen, dicken Pelzmänteln eingehüllten Zuschauer nicht stören. "Ach was", sagt sie energisch, "das gehört einfach dazu! Und schliesslich trinke ich auch gerne ab und zu ein Cüpli!"

Das Ziel rückt näher

Die Pferde donnern wieder vorbei. Schnee wirbelt auf. Ein Jockey hat sich leicht abgesetzt. Ein anderer ist ihm dicht auf den Fersen. Noch wenige hundert Meter ins Ziel. Die Stimme des Platzspeakers wird immer lauter. Der Jockey Daniele Porcu galoppiert mit seinem Pferd "Ianina" über die Ziellinie - mit hauchdünnem Vorsprung zum Zweitplatzierten. Man applaudiert. Dann kehrt wieder Ruhe ein - bis zum nächsten Rennen.

"Die Stimmung ist toll!"

Auf dem Weg zum Startraum begegne ich Vreni Berri, 40-jährig, aus Dübendorf, mit ihren beiden Kindern. Ihr Mann wohnt hier und ist Trainer der ersten Eishockey-Mannschaft von St. Moritz. Sie ist heuer das erste Mal am Rennen. Das schlechte Wetter scheint sie nicht zu stören.

"Die Stimmung hier ist toll! Und die Pferde auf Schnee zu sehen, ist eindrücklich!" Sie schwärmt vom "Skikjöring", dem Rennen, bei dem sich Skifahrer von den Pferden ziehen lassen. Der Name Skikjöring stammt aus Skandinavien, wo mit "snöre kjöring" so viel wie "Schnur-Fahren" gemeint ist. Statt von Pferden lassen sich dort Skifahrer von Rentieren ziehen. Das Einzige, was Vreni Berri fehlt, sind bessere Informationen zum Rennablauf. Es sei für Fachunkundige ziemlich schwierig, sich hier zurechtzufinden.

Auch Jugendliche wetten

Es schneit unentwegt. Obwohl das letzte Rennen um 15.15 Uhr noch aussteht, herrscht schon da und dort ein wenig Aufbruchstimmung. Die Tribünen mit den begehrten, und meist im Vorfeld schon ausverkauften Sitzplätzen, sind fast leer.

Zwei Jugendliche von St. Moritz wärmen sich in einem kleinen Zeltstand auf. Sie freuen sich, ihre Kollegen hier zu treffen und schätzen das gute Essen an den diversen Ständen. "Ab und zu geben wir auch unsere Wetten beim Pferde-Wettbüro ab. Dieses Jahr haben wir nichts gewonnen, dafür letztes Jahr: etwa 7 Franken!", erzählen sie stolz.

Das Pferderennen als Werbung

Schon seit gut 30 Jahren ist die Metzgerei "Heuberger" von St. Moritz am Pferderennen mit Wurst-Ständen präsent. Pro Renntag verkauften sie etwa - je nach Wetter - 3000 Würste, berichtet mir Roland Heuberger, der Inhaber der Metzgerei.

"Hier dabei sein zu können, ist die beste Werbung für unser Geschäft", hebt er hervor. Viele VIPs kennen ihn und schätzen seine feinen Wurstspezialitäten. Ein Mann in langem Ledermantel mit schwarzem Hut kommt an den Stand: "Nur eine Nase hat gefehlt, Roland!", seufzt er. Es ist der Besitzer des Pferdes, das beim "Gübelin"-Rennen auf Platz 2 landete.

"Heisse Marroni!"

Unmittelbar vor den Häuschen, wo die Eintrittskarten gekauft werden, steht der Marroni-Verkäufer Agim Ademaj, Kosovare, 38-jährig. Er ist verheiratet, hat zwei Kinder und wohnt in Samedan. Er arbeite als Bauarbeiter in St. Moritz, aber leben könne er und seine Familie davon nicht. Darum betätige er sich in der Freizeit ab und zu als Marroni-Verkäufer. "Die Kundschaft hier ist sehr nett", sagt er spontan. Der leicht elitäre Anstrich des Anlasses störe ihn nicht. Schliesslich sei auch er auf die VIPs angewiesen, die bei ihm Marroni kaufen.

Mittlerweile ist es 16.30 Uhr geworden. Obwohl das letzte Rennen des Tages schon gut eine Stunde zurückliegt, wird da und dort noch an den Ständen und in den Zelten eifrig diskutiert. Sicher auch übers Wetter, das beim Pferderennen im kommenden Jahr hoffentlich wieder besser mitspielt.




nächster Abschnitt:   Poster: Galoppstrecke am Ackerrand     Gesamttext     Vollversion   nur      Hauptartikel




AddThis Social Bookmark Button
Bericht Zu den Themen Bodenarbeit, Gebisse, Lebensgeschichte, Quarter Horse · Turnierbericht: Pferderennen
Inhaltsverzeichnis Ausgabe 361.06 der Pferdezeitung vom 26.02.06
 Menü Archiv  Gebissloses Reiten  Eigenes Pferd  Grundausbildung  Anreiten
 Knotenhalfter  Leckerli-Trick  Westerndressur   Equistro  Gift: Frühlings-Kreu...
 Editorial: Es nervt!  Rezension: optimum ...  Tip: Zucht mit ...
 Turnierbericht: Pfer... 
 Poster: Galoppstrecke am ...
 Cartoon: Taktschlagen   Kühnle  Leserbriefe   Angebot der Woche   Platz-Max
 Gesuche  Angebote  Pferdemarkt   Nösenberger  Termine
 Mitteilungen  FN-Presseticker  Links  Leserresonanz
Inhaltsmenü
  Gesamttext   Vollversion   Lesezeichen   Pferdefreund   Newsletter 


  Home     Anfang     Menü     Drucken     Empfehlen     als Startseite

   Magazin 
    › Pferdemarkt    › Anzeigenmarkt    › Messe

 Archiv

 Pferd verkaufen

 Anzeige aufgeben

 Mediadaten


 Anfang  Autorenhinweise  Mediadaten  Kontakt   ›Impressum  Konditionen     Leserbrief
Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe / E-Mails zu veröffentlichen. (Bitte teilen Sie uns mit, wenn Sie mit einer Veröffentlichung nicht einverstanden sind)

http://xmesse.de

 
» Workshop OOP
 
 
 

http://www.maxthon.com

 
» Maxthon
 
Die Adresse dieser Seite: pferdezeitung.com/361.06/Turnierbericht:_Pferderennen
Es ist jetzt der 22.11.2008, 02:51, GMT +01:00
Konsequent in alter Rechtschreibung - ausgenommen Fremdautoren.
Der Herausgeber ist nicht verantwortlich für Leserbeiträge und die Inhalte externer Internetseiten.
Tip: Deutsch/Englisch-Übersetzung: » dict.cc


GermanFriendships

 

  German Friendships - Bexter Hof

 
 
 

Platz-Max

 

  ... für alle Reitböden

 
Zum  Pferd:  Pferde-Messe ·  Pferdemarkt ·  Pferdekauf ·  Pferdeverkauf
Verantw. im Sinne des Pressegesetzes: Dr. Werner Popken
©1999-2006 · ISSN 1437-4528 · Statistik:  Übersicht
0049(0)5744-5115-74   0049(0)5744-5115-75   0049(0)151-2327 3955
ISIS GmbH & Pferdeverlag · Hauptstr. 13 · 32609 Hüllhorst
Germany · HRB 2627 AG Bad Oeynhausen · USt-Id DE811992532


  Deutsches Kuratorium für Therapeutisches Reiten e.V.
Das Therapeutische Reiten ist ganzheitliche Behandlung

  Aus Ausgabe 503 unseres Wochenmagazins: Angebot der Woche 08-47
z.B.   Westphalen/08-47: Tipp der Woche: Wichtig für den Pferdekäufer Der BGH und das Sommerekzem Auch ...