Letzte Woche erzählte ich ja von meiner Tour mit Sabine Eichele. Sie praktiziert nach der "Methode Strasser", und das meiner Auffassung nach in der denkbar besten Art und Weise. Die Strasser-Methode ist vielleicht die radikalste und am emotionalsten diskutierte Schule der Barhufbearbeitung und in meinen Augen auch die, bei der die Schere zwischen Verstehen und Urteilen am weitesten auseinander geht. Liegt das an der Konsequenz und Logik, die das ganze System zusammenhält?
Logik ist für Menschen erst dann eine solche, wenn sie verstanden wurde. Verständnis kann aber erst dann beginnen, wenn Mensch sich die Mühe macht, ohne Vorurteile ausreichend genau hinzuhören und hinzusehen und sich im zweiten Schritt, bei Kenntnis von Zusammenhängen, seine Meinung zu bilden.
In unzähligen Foren werden mit oft scharf formulierten Beiträgen die immer wieder gleichen Gewächse begossen, für oder gegen Beschlag, für oder gegen Strasser, Biernat, BESW, usw. usw., die meistens 2 Gemeinsamkeiten haben: Erstens haben sie nur eine Wurzel, nämlich den einen positiv oder negativ aufgenommenen Vertreter der jeweils be- bzw. verurteilten Richtung und zweitens zweierlei Zweige, nämlich die totale Zustimmung und die totale Ablehnung durch die jeweiligen Parteien.
Bei diesen heißen Diskussionen gibt es immer 2 Verlierer: Den Pferdebesitzer, der Hilfe sucht und dessen Pferd, das offensichtlich nicht richtig versorgt wurde. [...]
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