Einleitung:
Ein Wanderritt, ganz allein durch den Hohen Fläming. Wann wurde die Idee geboren?
Vielleicht nach der letzten Hippologica - als ich zum ersten Mal die Faltblätter in der Hand hatte? Oder im Frühjahr, als endlich wieder Ausreiten angesagt war und mein Pferd vor Kraft platzte und mir dauernd unter dem Hintern davonrannte. Spätestens im Sommerurlaub, als ich merkte, wie sehr wir die langen Ausritte genossen.
Ja, im Sommer war ich mir sicher: das wollte ich auch mal machen! Neue Landschaften erkunden, fremde Wege reiten, Unerwartetes meistern. Nichts Gefährliches, aber ein bisschen Spannung sollte schon dabei sein. Da ich auch zu Hause meist allein ausreite, stand für mich von Anfang an fest, dass ich den Ritt allein machen möchte. So kann ich das Tempo selber wählen und halten, wo ich will und wie oft ich will.
Meine Neugier war entfacht. Zunächst schaute ich mir Berichte im Internet an, blätterte Bücher zum Thema durch und versuchte Leute auszufragen, die schon einen Wanderritt gemacht hatten.
Die meisten Erfahrungsberichte beschreiben sehr große Ritte, über die Alpen oder von Deutschland bis nach Spanien. Und oft sind es auch Ritte, bei denen alles Gepäck am Körper, bzw. auf dem Pferd transportiert wird. Das klingt dann zwar wirklich sehr aufregend, ist aber in der Praxis für einen Anfänger nicht zu empfehlen. So hart wollte ich es mir beim ersten Mal nicht machen.
Zunächst wollte ich einen sogenannten "Trossritt" machen. Hierbei wird das Gepäck von einem Helfer von Station zu Station transportiert, z. B. im Auto. Ich selber musste dadurch nur die wichtigsten [...]
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