| | | | |  | Sebastian Warneck GER Hermann Löns zum Gedenken |  |  |  |
| Noch unergiebiger gestaltete sich für mich die Suche nach dem zweiten Stifter - dabei bin ich allerdings auf die Seite » www.kutschenevents.de gestoßen, in der Helmut Kolouch als Chefrichter erwähnt wurde (» Sichtung Donau-Alpen-Pokal: Sieg für Sebastian Warneck). Und damit war ich wohl auf der richtigen Spur.
Kolouch ist der Spitzenmann Österreichs in Sachen Fahrsport (» 27.04.04 - FEI General Assembly - 2004 - Paris) und ein Fahrer der ersten Stunde (» Geschichte des Hauses Kühnle), heute vielfach als internationaler Richter tätig (zum Beispiel » DAP Qualifikation für Zweispänner, » FEI World Horse Pair Driving Championship ).
Auch der erwähnte Präsident des Donau-Alpen-Pokal-Komitees, Jòszef Borka, ebenfalls Ing., ist internationaler Richter (ebd.) und hat die Gruppe der Richter beim Donau-Alpen-Pokal in Greven angeführt. Ich vermute, daß es sich beim zweiten Stifter, Ing. Kolouch, um diesen Fahrer und Richter Helmut Kolouch handelt.
Um in dieser Sache weiterzukommen, rief ich bei der Geschäftsstelle des RuFV St. Martin an, der ja dieses wunderbare Turnier ausgerichtet hat, in der Hoffnung, daß man dort die Hintergründe kennt (» Reit- und Fahrverein St. Martin Greven - Bockholt e.V.).
Ich wurde schließlich mit Albert Sahle verbunden, dem ersten Vorsitzenden des Vereins, der allerdings ebenfalls überfragt war. Immerhin konnte er mir die Telefonnummer von Jòszef Borka geben. Aber dort meldete sich leider niemand.
Am Abend hatte ich dann Glück und konnte Jòszef Borka fragen: meine Vermutung stimmt. Helmut Kolouch ist der zweiten Stifter und jetzt mit der Vorbereitung der nächsten Weltmeisterschaft in Salzburg beschäftigt. Vielleicht merken Sie sich dieses Ereignis schon einmal vor.
Die ausführliche Geschichte des Donau-Alpen-Pokals, des modernen Fahrsports überhaupt muß also erst noch geschrieben werden. Die Hintergründe sind vielleicht nur Eingeweihten bekannt und werden möglicherweise niemals schriftlich festgehalten - spannende Geschichten von Menschen und Pferden, von Ereignissen, Triumphen und Niederlagen.
Auf jeden Fall handelt es sich beim Donau-Alpen-Pokal um eine exklusive Veranstaltung, will heißen: Wer nicht eingeladen ist, darf nicht mitmachen - jedenfalls nicht als Nation. Und das war wohl auch die Absicht der Initiatoren. Der Graf soll nach dem Krieg so schlechte Erfahrungen mit den Engländern gemacht haben, daß er sie ausdrücklich vom Wettbewerb ausschließen wollte. So setzt sich Geschichte fort.
Immerhin sind seit dem Jahre 2002 die Einzelwettbewerbe für Teilnehmer aus allen Ländern der Welt offen. Als Einzelteilnehmer war tatsächlich eine Fahrerin aus einem sanderen Kontinent zugelassen, Baronin von Buchholz aus Argentinien.
Die läßt ihre Pferde allerdings in den Niederlanden vom ehemaligen Vierspännerweltmeister Velstra trainieren, wie die Ansage verkündete, so daß die Reise zumindest für die Pferde nicht ganz so weit war - die Niederlande sind von Greven aus ja nur einen Katzensprung entfernt.
Aber auch ein Teilnehmer aus Schweden und weitere Teilnehmer aus den Niederlanden waren dabei, die ja nun mit Donau, Alpen und der ehemaligen Donaumonarchie ebenfalls nichts zu tun haben.
Die meisten Teilnehmer, nämlich 22, kamen aus Deutschland, 4 aus den Niederlanden, 3 aus der Slowakischen Republik, 7 aus der Schweiz, 8 aus Ungarn, 3 aus der Tschechischen Republik, 9 aus Frankreich und lediglich 5 aus Österreich.
Damit komme ich mit den beiden Fahrern aus Schweden und Argentinien auf insgesamt 63 Nennungen. Die Mitgliederländer Italien und Rumänien haben nicht teilgenommen. Die Mitgliedschaft von Kroatien, Slowenien, Restjugoslawien (Serbien und Montenegro) und Liechtenstein ruht - vermutlich gibt es in diesen Ländern zur Zeit niemanden, der Turniere dieser Qualität bestreiten könnte. Oder anders gesagt: Es gibt in Deutschland offenbar sehr viele Fahrer, die sich für ein solches Turnier qualifizieren können.
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