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| Allerdings hatte Deutschland und Österreich über zehn Jahre um diese Trophäe gekämpft, und nur einmal hatte sich die Schweiz nach vorn schieben können. Vor zwei Jahren waren die Ungarn nach langer Zeit wieder siegreich. Mit dem Sieg in diesem Jahr hat Deutschland in zwei Jahren noch einmal die Chance, den Pokal zu erringen. Der Druck und die Spannung werden also noch steigen.
Um die Geschichte genauer analysieren zu können, müßte man natürlich auch die weiteren Plazierungen kennen, die Einzelergebnisse, die Teams, aber es ist sicherlich zulässig, zunächst eine Überlegenheit Ungarns festzustellen, die durch Leistungsverbesserungen der anderen Nationen heute nicht mehr in diesem Maße gegeben ist.
Von Anfang an war der Donau-Alpen-Pokal aber ein Turnier, das auf höchstem Niveau nach den Regeln der FEI (Fédération Equestre International) ausgefahren wird, "weil aus den Donau-Alpen-Pokal-Ländern die stärksten Fahrer der Welt kamen" (Broschüre Donau-Alpen-Pokal Greven 2004).
| Zusätzlich (und abweichend von der FEI) gibt es eine obligatorische Gespannkontrolle (seit 2000 mit einer Mannschaftswertung), um die Gespannkultur im Wettbewerb von Turnierteilnehmern weiterhin zu pflegen.
Dem Donau-Alpen-Pokal-Komitee gehören je ein Vertreter jedes Mitgliedslandes an. Es trifft sich regelmäßig alle zwei Jahre und arbeitet ehrenamtlich unter einem Präsidenten, der für vier Jahre gewählt wird (Präsident von der Gründung bis 1998: Graf Mensdorff, Österreich; seit 1998: Ing. Borka, Ungarn). [...] Das Komitee vergibt die Pokalturniere an sich bewerbende Veranstalterländer und bestimmt die Turnierfunktionäre. Broschüre Donau-Alpen-Pokal Greven 2004, Seite 25 | | |
Genau: das darf man nicht vergessen - Turniere sind reglementierte Veranstaltungen, bei denen die Verbände das wesentliche Wort zu sagen haben. Um dem Besucher den Einstieg zu erleichtern, haben die Autoren der Turnierbroschüre (die eigentlich mit 90 Seiten schon ein kleines Buch ist), eine "Kleine Fahrsportkunde" eingefügt:
| Ähnlich, wie die Military des Reitsports, kennt der Fahrsport drei Disziplinen:
- Die Dressur
- Die Marathonfahrt
- Das Hindernisfahren
[...] Die "ungekrönten Könige" eines Fahrturniers sind die Sieger der kombinierten Prüfungen - die Besten in der Wertung aller Disziplinen. Ponies und Großpferde werden der Fairneß halber getrennt. Auf unserem diesjährigen Fahrturnier setzt sich die kombinierte Prüfung aus der Dressur, dem Hindernisfahren und der Marathonfahrt zusammen.
Im Gegensatz zum Vielseitigkeitssport werden die jeweiligen Einzeldisziplinen als separate Prüfung ausgefahren, so daß in jeder Teildisziplin ebenfalls ein Sieger ermittelt wird. Broschüre Donau-Alpen-Pokal Greven 2004, Seite 26 | | |
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