
| | W. Popken im Fenster Selbstportrait 08/2004 | | | | | 11.07.2004
Verschlüsselung
Vor einem halben Jahr etwa habe ich mit sehr viel Mühe eine Verbesserung eingebaut, die sich nicht bewährt hat. Das ist die Verschlüsselung der E-Mail-Adressen. Bekanntlich grasen die Spammer das Internet nach frischen, gültigen E-Mail-Adressen ab. Wer eine Anzeige bei der Pferdezeitung aufgegeben hatte, konnte unter Umständen bald feststellen, daß diese Adresse von Spammern geerntet und mißbraucht worden war.
Meine Verschlüsselungstechnik verhinderte das. Zugleich aber schien sie die Nutzer zu irritieren, und das ist schlecht. Nachdem ich nun ernstzunehmende Hinweise in dieser Richtung bekommen habe, mußte ich noch einmal über den Sachverhalt nachdenken und Vor- und Nachteile abwägen. Ich kam zu dem Schluß, daß der Schutz vor Spammern nachrangig ist.
So habe ich denn alles wieder zurückgebaut und meine Arbeit abgeschrieben. Kein Problem, so ist das Leben. Man kann nicht wissen, ob eine Idee wirklich gut ist; deshalb muß man die Idee wirklich auf die Probe stellen. Diese Idee hat sich nicht bewährt, also weg damit.
Hinweise
Noch eine Neuerung habe ich in dieser Woche eingeführt, auf die ich Sie aufmerksam machen möchte. Frau Güth vom Gestüt Niederhof hat mich darauf hingewiesen, daß Besucher, die sie auf die Messeseite › /Niederhof aufmerksam gemacht hat, nur den ersten Abschnitt wahrgenommen haben.
Das ist fatal. Die Pferdezeitung ist recht simpel gestrickt. Oben der Kopf, unten der Fuß, links das allgemeine Menü. Rechts davon spielt die Musik, will sagen: werden die Inhalte präsentiert. Da diese Inhalte in der Regel viel zu komplex sind, um sie dem Leser ungefragt auf einmal an den Kopf zu werfen, werden sie in Abschnitte unterteilt.
Eine reguläre Ausgabe beispielsweise hat zwischen 25 und 30 Abschnitte. Eine Messeseite hat beliebig viele Abschnitte - das ist gerade der Clou an der Sache! Dem Leser kann beliebig viel Material an die Hand gegeben werden - er kann sich die interessierenden Abschnitte anhand des Menüs leicht heraussuchen.
Das Inhaltsmenü wird am Anfang und am Ende präsentiert und ganz klar als Inhaltsmenü gekennzeichnet. Freilich: wer da nicht hinschaut, hat keine Chance. Nicht ganz: nach dem inhaltlichen Teil hatte ich einen Streifen eingeblendet, der einen Link auf den nächsten Abschnitt anbietet ("weiter:") und außerdem einen Link auf den Gesamttext, der eben alle Abschnitte hintereinander bringt, was für Leute interessant ist, bei denen die Uhr läuft, die also nach Zeit abgerechnet werden.
Aber auch diese Zusatzinformation muß man wahrnehmen. Ich habe mir die Sache angeschaut und bin zu dem Schluß gekommen, daß die Information, daß es weitergeht, innerhalb des inhaltlichen Teils kommen sollte - da kann man es eigentlich dann nicht mehr übersehen. In den meisten Fällen ließ sich das auch machen, in den den wenigen Ausnahmefällen steht jetzt dieser Hinweis einfach trocken auf dem Hintergrund, ohne zusätzliche eingekastelt und hervorgehoben zu sein.
Jetzt sollten auch die Leute, die gar keine Zeit haben, sich mit der Struktur einer Seite auseinanderzusetzen, realisieren, daß es mehrere Abschnitte gibt. Ich frage mich nur: Wie kommen diese Leute sonst an die Informationen, die sie interessieren?
Vor ein paar Tagen fragte zum Beispiel jemand nach einer Anzeige, die über den Namen der Mutter des Pferdes bei Google gefunden wurde. Man folgte dem Link und fand heraus, daß diese Anzeige inzwischen gelöscht worden war. Da konnte ich nun nicht helfen, denn ich kann ja die Daten der Kunden nicht aufbewahren, wenn ich ihnen versichere, daß sie gelöscht sind.
Aber Google kann in solchen Fällen helfen! Google legt nämlich von jeder gefundenen Seite eine Kopie an. Manche Seiten sind zwar noch vorhanden, ändern sich aber ständig. Wie sollte da eine Suchmaschine präzise Auskunft geben können? Schließlich kommt sie nur alle paar Wochen mal vorbei.
Wenn also bei Google etwas gefunden wurde, was auf der Originalseite nicht mehr vorhanden ist, bemüht man den sogenannten Cache von Google. Das ist das Original, auf das sich die Suchauskunft bezieht. Der entsprechende Link wird bei jedem Treffer angezeigt. Man muß ihn nur wahrnehmen und benutzen. So konnte der betreffenden Person geholfen werden.
Damit nun wichtige Abschnitte, wie zum Beispiel die › Verkaufspferde in der Messeseite Niederhof, auch wirklich wahrgenommen werden, habe ich doch wieder einen Kasten eingeführt, der mit Fettschrift und Textmarker auf diejenigen Abschnitte aufmerksam macht, die automatisch Daten aus den anderen Datenbanken übernehmen. Mal sehen, ob diese Neuerung sich bewährt.

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