|  | | Nackter Sand wird von der Vegetation langsam zurückerobert |  |  |  |
| | Einen derartigen Vertrag habe ich gefunden: » Öffentlich-rechtlicher Vertrag zwischen dem Land Nordrhein-Westfalen, der Landeshauptstadt Düsseldorf und dem Kreis Mettmann über die Finanzierung des Vereins 'Biologische Station Urdenbacher Kämpe e.V.' vom 5. Dezember 1991. Darin verpflichten sich das Land Nordrhein-Westfalen, die Stadt Düsseldorf und der Kreis Mettmann, für Fehlbeträge in der Finanzierung der Biologischen Station Urdenbacher Kämpe e.V. aufzukommen, soweit die Haushaltslage dies zuläßt. Die Finanzierung dient vor allem der Versorgung der Angestellten:
| § 5
(1) Bei Personaleinstellungen stimmen sich die Vertragsparteien über ihr Votum in der Mitgliederversammlung ab.
(2) Die Vertragsparteien sind sich darüber einig, daß der Verein aus seinen Einnahmen eine zweckgebundene und mündelsicher anzulegende Rücklage zur Deckung der etwaigen Kosten, die der Verein als Arbeitgeber für seine Arbeitnehmer gegebenenfalls in Durchführung eines Sozialplans hinsichtlich der arbeits- und tarifrechtlichen Folgen zu erbringen hat, bildet.
Die Höhe der Rücklage richtet sich nach § 59 Abs. 1 Nr. 3 der Konkursordnung. | | |
Dessen ungeachtet kann und soll der Verein Drittmittel einwerben, die auf die Finanzierungsunterstützung keinen Einfluß haben:
| § 3
(3) Werden dem Verein für bestimmte Naturschutzmaßnahmen Mittel von Dritten zweckgebunden zur Verfügung gestellt, sind die Vertragsparteien mit der zweckgebundenen Verwendung dieser Mittel ohne Anrechnung auf die Zuwendungen einverstanden. | | |
Von Christel Schroeder erfahre ich, daß etwa die Hälfte der biologischen Stationen in Nordrhein-Westfalen nach dem oben dargestellten Modelle arbeiten, die anderen sind nicht derartig abgesichert. Dazu gehört auch die Biologische Station Senne, die eine reine projektorientierte Station ist. Sie arbeitet als freier Verein, der Projekte einwirbt. In den anderen Bundesländern sieht die Situation noch anders aus.
Das Projekt Wildbahn verstehe ich in diesem Sinne als zusätzliches Projekt, welches von der Landesanstalt für Ökologie, Bodenordnung und Forsten des Landes Nordrhein-Westfalen durch die Finanzierung der Begleituntersuchung unterstützt wird. Hier wurde also ein Projekt eingeworben.
Das reicht aber zur Finanzierung des Projekts bei weitem nicht aus. Deshalb wirbt der Verein um vielfältige Unterstützung. Im Buch der letzten Woche ( Rückkehr der Senner Pferde) werden im Abschnitt "Ein Projekt mit vielen Helfern" viele Sponsoren namentlich erwähnt. Aloys Sielhorst nannte bei der Ortsbegehung ebenfalls die "Sparkassenstiftung zur Förderung von Kultur und Heimatpflege im Kreis Paderborn", die zusammen mit dem Stromversorger PESAG das Material für den 2100 Meter langen Zaun bezahlt hat. Die Aufbauleistung wurde kostenlos von den ehrenamtlichen Helfern der Biologischen Station Senne erbracht.
Die PESAG AG aus Paderborn hat die Kosten für den Stromanschluß getragen; den Verbrauch trägt der Verein. Die Freiwilligen Feuerwehr aus Hövelhof füllt bei Bedarf das 3000-Liter-Faß in der Moosheide, das mit einer Selbsttränke ausgestattet ist. Damit sind die Pferde während der Weidesaison versorgt.
Die beiden beteiligten unteren Landschaftsbehörden hatten die Genehmigung zur Beweidung zunächst nur während der warmen Jahreszeit erteilt. Man wollte abwarten, wie Pflanzen und Tiere mit der Pferdebeweidung zurechtkommen. Also mußten die Pferde im Winter anderweitig untergebracht werden; ein organisatorisches und finanzielles Problem, das gelöst werden mußte.
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