In dem lang gestreckten Pferdeschädel befinden sich ausgedehnte Nasenhöhlen mit mehreren in sich gewundenen Teilen, deren Oberfläche nach Meinung der Wissenschaftler nahezu der Größe der gesamten Außenhaut entspricht.
Für SCHNÜFF SCHNÜFF erweitern sich Eddys Nüstern zu großen Öffnungen, durch die stoßweise die Luft in die Nasenhöhle gezogen wird, um sie sogleich mit den Riechnerven zu analysieren, die sich in der von feinen Haaren bedeckten Schleimhaut befinden.
Der Geruchssinn des Pferdes ist hinsichtlich Empfindlichkeit und Analysevermögen durchaus mit dem eines Hundes vergleichbar, wenngleich die Reaktionen auf die wahrgenommenen Aromen absolut unterschiedlich sind, bedingt durch die Natur dieser beiden Tierarten: das Pferd ist ein Beutetier, der Hund ist ein Raubtier.
Ein wild lebendes Pferd muss aus reiner Selbsterhaltung in der Lage sein, die Ausdünstungen eines lauernden oder anschleichenden Raubtieres zu erkennen und entlegene Wasserstellen auszumachen. Eddy ist zwar frei in Irland aufgewachsen, diesen Extremsituationen ist er aber wahrscheinlich nicht ausgesetzt gewesen. Trotzdem ist sein Riechvermögen erstaunlich.
Bereits an anderer Stelle habe ich berichtet, dass Eddy mitunter beim Spazierengehen und Fressen an ganz speziellen Stellen zu graben anfängt und Erde schleckt, um seinen Mineralstoffmangel auszugleichen (Pferdezeitung Ausgabe 179: Kommunikation).
Interessant hierbei ist, dass er offensichtlich nicht nur genau über seinen Gesundheitszustand Bescheid weiß, sondern auch darüber, wo er gezielt suchen muss, um das Gewünschte zu finden. Da er nicht willkürlich den Boden durchwühlt wie manch andere Tiere auf der Suche nach Nahrung, muss er das, was er sucht, absolut sicher über den Geruchsinn wahrnehmen können.
Erkennung durch Geruch mehr ...
zur Ausgabe · nur Hauptartikel · Hauptartikel Gesamttext |