
| | W. Popken im Fenster Selbstportrait 08/2004 | | | | | Körperband Von › Werner Popken
In der Rezension dieser Woche (Bodenarbeit) ging es unter anderem um das Verladen und um spezielle Tipps, wenn es schnell gehen soll und muß. In diesem Zusammenhang schreibt die Autorin:
| Eine sanfte, völlig ungefährliche und oft überraschend wirkungsvolle Methode, das Rückwärtsdrängeln zu verhindern, kann das Anlegen eines Körperbandes sein (siehe Seite 133): Die weich um die Hinterhand gelegte Bandage reicht manchmal schon aus, um den Rückwärts-Gedanken im Pferdekopf in einen Vorwärts-Gedanken zu verwandeln. Hilft das nicht, müssen Sie schwerere Geschütze auffahren: Wenn das Pferd trotz allem heftig zurückzerrt, lassen Sie sich gar nicht erst auf ein Tauziehen ein, sondern legen dem Vierbeiner sofort ein "Komm-mit" an: Eine Longe oder ein Seil wird auf etwa 1 bis 1,20 Meter Höhe rechts am Hänger befestigt, und zwar mit einem stabilen, aber leicht lösbaren Knoten und nicht mit dem Karabinerhaken: Der könnte brechen und Ihnen dann um die Ohren fliegen. Das Seil wird dann um den Pferdepo geführt, wo es in der Kuhle zwischen Sitzbeinhöcker und Sprunggelenk zu liegen kommt, und endet in der behandschuhten Hand eines Helfers links vom Pferd. Wenn Sie zwei Helfer haben, nehmen Sie am besten auch zwei Longen, die sich am Pferdepo kreuzen. Vorsicht: Manche Pferde reagieren hysterisch auf die Berührung an der Hinterhand; legen Sie das Seil also sehr vorsichtig an und stellen Sie sich dabei nie direkt hinter das Tier. Das "Komm-mit" soll den Vierbeiner vor allem am Zurückdrängeln hindern. Es ist nicht dazu da, das Roß in den Hänger zu hieven; um hineinzugehen, hat es seine Beine, und es ist nur eine Frage der Zeit, wann es sie benutzt. | | |
Die Lösung mit der Longe war mir bekannt; was aber hat es mit einem Körperband auf sich? Seite 133 zeigt einen Schimmel mit einer gewürfelten Schärpe, die von der Hinterhand auf den Rücken und von dort vorn um die Brust geschlungen ist, mit einer großen Schleife in der Sattellage, so als ob dieses Pony ein Geburtstagsgeschenk sei. Überschrift: "Das ist dein Körper, Pferd."
Linda Tellington-Jones hat dieses Band aus elastischen Bandagen in Form einer Acht erfunden. Die Bandage soll unter leichter Spannung stehen und dem Pferd die Körperwahrnehmung erleichtern. Bei jedem Schritt wird es sozusagen leicht massiert und spürt sich selbst. Die Bandage kann nicht nur bei der Körperarbeit, sondern auch beim Reiten eingesetzt werden. Insbesondere soll das Pferd dann leichter auf Gertenhilfen, vor allem der Hinterhand, reagieren.
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