Mein Rückweg führte durch die große Reithalle, an die sich die kleine Reithalle anschließt. Am Übergang traf ich Tim Delbosq, der mir unbedingt von seiner neuen Show erzählen wollte, in der es um Pferde und Kamele, Wüste und Geschichte geht.
Sie wird etwa 45 bis 60 Minuten dauern und Tim ist unglaublich gespannt, wie sie ankommen wird. Eine Gruppe von 4 Kosaken wird als Araber verkleidet wilde Reiterspiele vorführen.
Dabei nutzte er die Gelegenheit zu einer kleinen Rückschau. Schon zehn Jahre lang arbeitet er in Ströhen. In dieser langen Zeit hat sich das Zirkusprogramm ganz langsam und organisch entwickelt.
Es ist überhaupt keine Werbung betrieben worden, die Sache hat sich herumgesprochen. Angefangen hat es mit dem Weihnachtszirkus im Winter, es kamen gerade mal 250 Leute, inzwischen ist die Halle mit 500 Leuten fast voll besetzt. Maximal können 800 Leute untergebracht werden.
Im letzten Jahr sind für das Weihnachtsprogramm erstmals Profis eingesetzt worden. Man muss natürlich auch die Kostensituation im Auge behalten, denn für den Zirkus wird kein zusätzlicher Obulus erhoben. Mit der Eintrittskarte ist alles abgegolten. Wer weiß, wohin sich die ganze Sache noch entwickeln wird. Tim Delbosq hat einen langen Atem. Genau wie seinem Chef liegen ihm die Familien am Herzen und die Kinder. Es müssen einfach immer viele Tiere dabeisein, und natürlich Clowns. "Vielleicht dauert es ein paar Jahre mehr, bis wir da sind, wo wir hin wollen, aber das macht nichts."
Meine letzte Notiz lautet: "Hengste im Winter draußen." Ich habe nicht notiert, wer diese Bemerkung gemacht und Wert auf die Feststellung gelegt hat, aber das tut nichts zur Sache.
Diese vier Worte kann ich gut an den Schluss dieses Artikels stellen, denn sie beweisen, dass die eleganten und hochgezüchteten Araber in Ströhen wie Pferde behandelt werden. Das gefällt mir gut.
Erster Teil: » Vollblutaraber in Niedersachsen
Quellen
Fotos © Werner Stürenburg
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