Eine Geschichte konnte ich mir merken: die Tochter des jordanischen Königs hatte ihr Lieblingspferd verloren und rief in Ströhen an, um sich dort Ersatz zu verschaffen.
Mit diesem Stoff ernährt man Träume. Königliche Hoheiten fragen an und man kann ihre königlichen Wünsche erfüllen. In meinen Notizen finden sich mehrfach Stichworte wie Passat > 1 Mio, Fuhre nach Arabien > 1 Mio, und mir schwirrte der Kopf.
Nebenbei machte ich insgesamt ungefähr 150 Fotos, von denen viele so gut waren, dass ich sie für die Bildschirmschoner verarbeiten konnte.
Herr Drosos erläuterte mir, dass sich die Qualität auf der Schau beweisen müsse, die Leistungsfähigkeit auf der Rennbahn, die Gesundheit der Pferde werde getestet, und durch geschickte Anpaarung könne man unterschiedliche Resultate erzielen, deren Beurteilung durch internationalen Vergleich objektiviert werde.
Aber auch die Aufzucht sei ganz wesentlich. Die Araber seien die Pferde der Sandböden und des kargen Landes. Sie seien nicht fett und bedürften der besonderen Bedingungen, die hier in Ströhen in hohem Maße gegeben seien.
Diese Pferde seien anders als andere Pferde, ganz objektiv gesehen. Sie hätten z. B. mehr Hämoglobin im Blut als andere Pferde und könnten dadurch 18% mehr Sauerstoff transportieren. Damit erkläre es sich, dass diese Pferde bei Distanzen so außerordentlich erfolgreich seien. Sie hätten im übrigen auch eine kürzere Luftröhre.
Ich hörte wieder Namen von arabischen Staaten, Oman, Saudi Arabien, aber auch Amerika, Belgien, Holland, Länder, in die diese Pferde verkauft werden. Und dann die Polen!
Namen von verschiedenen wichtigen Männern, die sich um die Zucht der arabischen Pferde in Polen außerordentlich verdient gemacht haben, prasselten auf mich ein, aber ich war mir gar nicht sicher, wie ich diese Namen schreiben sollte.
Die polnische Araberzucht sei so stark, weil sich der polnische Adel Ende des neunzehnten Jahrhunderts sehr für die Araberzucht interessiert hat.
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