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Rasseportrait Zum Thema  Mustang · Büffeljagd
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Büffeljagd, Ausschnitt<br>George Catlin, Öl auf Leinwand<br>Smithsonian American Art Museum · Copyright wie angegeben
Büffeljagd, Ausschnitt
George Catlin, Öl auf Leinwand
Smithsonian American Art Museum
Sterbender Büffel im Schneetreiben, Ausschnitt, 1834-1835<br>George Catlin, Öl auf Leinwand, 50x69 cm<br>Smithsonian American Art Museum · Copyright wie angegeben
» Sterbender Büffel im Schneetreiben, Ausschnitt, 1834-1835
George Catlin, Öl auf Leinwand, 50x69 cm
Smithsonian American Art Museum
Büffeljagd mit Schneeschuhen, Ausschnitt<br>George Catlin, Öl auf Leinwand<br>Smithsonian American Art Museum · Copyright wie angegeben
Büffeljagd mit Schneeschuhen, Ausschnitt
George Catlin, Öl auf Leinwand
Smithsonian American Art Museum
Es war aber nicht so, dass die Indianer sofort die großen Pferdeartisten geworden sind oder die strategische Bedeutung der Pferde für die Jagd oder den Krieg erkannt hätten. Es ist bekannt, dass besonders die Apatschen Pferde gerne gebraten haben.

Nach 1680 haben die Pueblo-Indianer die Spanier aus Neu Mexiko vertrieben. Dabei haben sie auch viele Pferde erbeutet. Sie lernten wohl auch zu reiten, haben die Pferde aber überwiegend als Fleischlieferanten geschätzt und sie zum Tauschhandel mit den Indianern der Prairien verwendet, wobei sie Büffelfleisch und Kleidung erhalten haben.

Auf diese Weise haben sich die Pferde langsam durch Handel über den gesamten Kontinent verbreitet. Die Indianer haben anscheinend sehr selten nur Wildpferde (oder besser verwilderte Pferde) gefangen und gezähmt.

Wenn man sich die Bilder der Büffeljagd mit und ohne Pferd anschaut, wird klar, dass das Pferd einen ganz deutlichen Vorteil bringt. Die Indianer der Prairien haben nur wenig Vorrathaltung betreiben können und mussten deshalb ständig Nachschub heranschaffen, auch im Winter. Mit einem Pferd sah das natürlich anders aus.

Auf dem ersten Bild kann man gut sehen, dass auch die Indianer einen Sattel oder zumindest eine Decke benutzt haben. Das Pferd im Vordergrund ist anscheinend von dem Gewicht des Büffels erdrückt, das zweite Pferd wird gerade aufgespießt, obwohl der Büffel bereits von einem Pfeil getroffen ist. Hier ist der Stierkampf bitterer Ernst.

Auf dem nächsten Bild sieht man, dass es offenbar einen der Jäger erwischt hat. Sein prächtiger Kopfputz liegt zerfleddert im Schnee. Die Brüder zu Pferd können nicht helfen, es ist zu spät.

Im Bild darunter noch einmal die Jagd zu Fuß im Winter mit Schneeschuhen und Lanze. Es scheint, als ob die Büffel festgefroren sind.

Wie man an den Bildern sieht, haben die Indianer damals noch keine Feuerwaffen gehabt. Es ist mir gar nicht mehr bewusst gewesen, dass die Prairie-Indianer auf Steinzeit-Niveau standen. Auf dem zweiten Bild stirbt ein Jäger gerade, ein Langmesser in der Hand. Der Maler hat keinen Zweifel daran gelassen, dass die Büffeljagd sowohl im Sommer als auch im Winter eine gefährliche Angelegenheit war.

Die Indianer haben kein Zaumzeug benutzt, obwohl sie dieses sicherlich auch hätten eintauschen können. Im Unterkiefer wurde ein einzelner Strick eingelegt. Damit konnte man sicher nicht auf unsere Art lenken.

Auf dem Gemälde vom Ende des Jahrhunderts aus dem vorletzten Abschnitt sieht man, dass der Zügel zu einer Schleife gebunden ist. Zumindest fällt der Strick dann nicht herunter, und vermutlich kann man sogar lenken.

Bei uns hat der Erfinder Meroth auf die indianische Methode zurückgegriffen und ein Lederstück in den Unterkiefer eingebunden. Ich habe bei ihm auch so ein Teil gekauft. Das sah witzig aus und funktionierte auch, allerdings mit herkömmlichen Zügeln.

In Texas hieß es: "Der weiße Mann reitet den Mustang, bis er fertig ist. Der Mexikaner nimmt ihn und reitet ihn einen weiteren Tag, bis er denkt, er ist müde. Der Komantsche setzt sich drauf und reitet dahin, wo er will."

Die Komantschen haben etwa 1700 das erste Mal Kontakt mit den Europäern gehabt, und zwar anläßlich einer Messe in Taos. Ute Indianer haben sie begleitet, und von diesen haben sie vermutlich auch die ersten Pferde bekommen. Schon 1706 waren die Komantschen den Spaniern in Neu Mexiko wohlbekannt, weil sie die spanischen Rancheros überfallen haben, um Pferde zu stehlen.

Wilde Pferde bedeuteten den Komantschen wenig. Die verwilderten Pferde waren schwer zu fangen, und wenn das gelungen war, schwer zu bändigen und zu halten. Geschichten darüber, daß ein Komantsche einem Pferde in die Nüstern bläst und es dadurch innerhalb von wenigen Stunden zähmt, sind lächerlich. Die alten Cowboys pflegten zu sagen: "Einmal wild, immer wild."

John Ewers schreibt in seinem Buch "The Horse in Blackfoot Indian Culture", daß seine Informanten von den Schwarzfuß niemals versuchten, ein wildes Pferd zu fangen, und daß die Kiowa der einzige Stamm sei, von dem sie gehört hätten, daß er gelegentlich verwilderte Pferde fangen würde.






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