
| | W. Popken im Fenster Selbstportrait 08/2004 | | | | | Schnappschüsse von › Werner Popken
 | | | Meine Tochter Leevke mit ihrem Connemara Smokey, aufgenommen vom Sattel aus bei einem Ritt am Nordseestrand |  |  |  | Fotos spielen unserem Leben eine große Rolle, meistens denken wir nicht weiter darüber nach.
Wenn man aber Fotos heraussuchen soll, um eine Geschichte zu illustrieren, kommt man leicht in Verlegenheit. Für den eigenen Bedarf reicht die Qualität, zur Publikation hätte man gern etwas Besseres.
Wie kann man das anstellen, wie werden die eigenen Fotos besser? Es gibt sicher viele Wege und jeder mag einen anderen beschreiten.
Ich würde vorschlagen, zunächst einmal mehr zu fotografieren! Denn jedes Foto schärft den Blick, und jeder kritische Blick auf ein Foto bereitet den Boden vor für ein besseres Foto.
Fotografieren heißt nämlich auch: im richtigen Moment drauf drücken. Da darf man nicht lange überlegen, Komposition und Ausschnitt werden intuitiv erfaßt und sind im Bruchteil einer Sekunde schon verändert. Hier macht Übung den Meister. Ein Foto mehr ist besser als eins zu wenig.
Grundsätzlich darf man von den digitalen Kameras hier Fortschritte erwarten. Denn bei der herkömmlichen Technologie ist das Material zwar nicht teuer, geht aber doch ins Geld. Nur Profis können Filme meterweise verschießen und dann die besten Fotos heraussuchen.
Digitale Kameras sind zwar noch relativ teuer, kosten jedoch kein Verbrauchsmaterial, wenn man keine Papierbilder machen will. Jedes Foto kann sofort betrachtet und notfalls gelöscht werden. Ein Foto kostet nichts, solange es digital bleibt. Und für eine Diaschau braucht man nicht einmal verdunkeln!
Das Beispiel Hempfling zeigt jedoch, daß man vor Schnappschüssen keine Ehrfurcht haben muß: auch verunglückte Fotos lassen sich retten.
Scanner sind sehr billig und leistungsfähig. Jedes noch so schiefe Foto kann mit entsprechender Phantasie digital leicht so aufgemöbelt werden, daß Tante Emma die Spucke weg bleibt. Man muß sich nur trauen! Die entsprechenden Programme werden dem Scanner kostenlos beigelegt.
Überhaupt kann man von guten Vorlagen immer lernen, und wenn man mit seinen eigenen Erzeugnissen unzufrieden ist, sollte man einfach nach Beispielen suchen, die gefallen, und dann herausfinden, wie die Vorbilder gearbeitet haben.
So funktioniert das immer: die nächste Generation lernt von den Vorgängern und trägt schließlich etwas Neues bei. Ihre Fotos werden mit Sicherheit einzigartig sein. Es lohnt sich, etwas Sorgfalt walten zu lassen.
Manchmal ist es auch hilfreich, schlechte Beispiele zu Rate zu ziehen. Achten Sie einmal darauf, welche Fotos in unseren Beiträgen weniger überzeugend wirken und fragen Sie sich, woran das wohl liegt.
Noch ein paar generelle Tipps: normalerweise fotografiert man besser, wenn viel Licht vorhanden ist, am besten also bei Sonnenschein. Von einem Turnier, das bei schlechtem Wetter stattfindet, wird man keine hervorragenden Fotos machen können.
Dann ist es natürlich auch eine Frage des Handwerkszeugs: viele der professionellen Fotos kann man nur mit professionellen Werkzeug machen.
Wenn man aber erst einmal herausgefunden hat, wieviel Spaß die Fotografie machen kann, wird man vielleicht auch eine gute Ausrüstung haben wollen. Schließlich geht alles vorüber, und das Foto von unseren Lieblingen, das wir nicht machen, ist auf ewig verloren.
Also lieber drauf halten! Das geht übrigens auch im Sattel, obwohl eine hüpfende Kamera vor der Brust nicht gerade angenehm ist. In diesem Falle empfehlen sich Satteltaschen. So ist das Foto vom Strandritt entstanden: die Kamera war dabei.
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