21.03.01
Sehr geehrte Frau Frevert,
ich bin heute auf Ihren › Artikel hingewiesen worden und habe ihn sorgfältig und mit Interesse gelesen.
Sie haben sich bemüht, alle Seiten zu betrachten und auch wenn der Artikel nicht in allen Punkten hunderprozentig sachlich war, das Bemühen um Sachlichkeit ist deutlich geworden.
Ich werde mich auch bemühen, sachlich zu sein und keine Emotionen hochkochen zu lassen, auch wenn das Thema genug Stoff dazu gibt.
Eines möchte ich jedoch gleich betonen: DIESE Art der Freilandhaltung ist genau DAS, was ich nicht unter Robusthaltung verstehe. Ich habe vor etwa 7 - 8 Jahren in Holland gewohnt, wo ich in der Nähe eines Projektes gewohnt habe, bei dem ca. 10 Islandpferde auf einem großzügig bemessenem, eingezäuntem Areal gelebt haben. Das Gelände war "naturwüchsig", soll heißen: Es gab Sandflächen, Gras- und Heideflächen und auch Wald. Die Pferde waren weder gezwungen, sich ständig auf der selben Weidefläche aufzuhalten ( was wegen der hohen Besatzdichte bei Dr. Frers ja der Fall ist ), noch war die Fläche mit Müll übersät. Die Pferde waren vom Typ her Pferde, die an ein karges Nahrungsangebot angepaßt sind. Und das Ganze war unter ständiger Kontrolle. Die Pferde waren wohlgenährt, und konnten sich auf dem Terrain bewegen wie auf der freien Wildbahn. Ich weiß leider nicht mehr, wieviel Hektar das Gelände hatte, aber es war nicht mit einer "normalen" Weidegröße vergleichbar.
Herr Dr. Frers hingegen hält seine Pferde auf einem völlig überbesetzten Stück Land und die Verhältnisse sind dort nicht ähnlich wie in freier Wildbahn. Wenn ich Lügde der Boden ähnlich sein sollte, wie bei uns, dann ist das stark lehmhaltiger Boden, bei Regen nach kurzer Zeit eine einzige Matsche, der die Pferde ja auch nicht so richtig aus dem Weg gehen können. ( eingegrenztes Terrain )
Des Weiteren werden Sie mir eventuell auch zustimmen, daß auch ein genügsames Warmblutpferd immer noch einen höheren Erhaltungsbedarf als ein Pony hat, das einer Robustrasse angehört. Die Eigenversorgung auf der Weide ist nicht gegeben, es muß zugefüttert werden.
Ich möchte damit nur klarstellen, daß ich eine "anständige" Freilandhaltung kennengelernt habe und dieser auch nicht abgeneigt war, da sie ganz offensichtlich mit Sachverstand ausgeführt wurde. Es gab für mich damals keine Beanstandungen an der Herde in Holland. Wohlgemerkt: Keine. Denn der Lebensraum der Pferde und auch der Pferdetyp waren wohl aufeinander abgestimmt und entsprachen den Anforderungen eines "natürlichen Lebensraumes" im erweiterten Sinne.
Hinter diesem Hintergrund und dem Wissen, wie man Pferde artgerecht hält, habe ich bei Dr. Frers dann doch einiges zu bemängeln.
In der Natur wird es wohl kaum gammeliges Futter geben, auch sind Pausen zwischen der Nahrungsaufnahme kaum üblich, da die Pferde über die Flächen wandern und Rauhfutter aufnehmen. Darauf ist der Verdauungstrakt der Pferde ausgerichtet und das entspricht ihrer Art.
Bei einer artgerechten Haltung sollte also auch darauf geachtet werden, daß Rauhfutter wahlweise mehrfach am Tag gefüttert wird, oder aber ständig ( z.B in Rundraufen ) zur Verfügung steht.
In den letzten 14 Jahren habe ich meine Pferde robust gehalten, die letzten fünf Jahre komplett in Eigenregie, vorher teils in Weidegemeinschaft, teils in Pensionshaltung. Aber immer in artgerechter Robusthaltung.
In all den Jahren bin ich nicht ein einziges Mal angezeigt worden oder in irgendeiner Form beschimpft oder wegen der Haltung angegriffen worden.
Gab es Fragen, die mir sehr höflich und interessiert gestellt wurden, dann habe ich diese mit Sachverstand und Wissen um die Bedürfnisse eines Pferdes beantwortet, was keinesfalls mit Ungläubigkeit aufgenommen wurde, sondern die Leute haben sich damit auseinander gesetzt und die meisten waren selbst erstaunt, daß sie ganz eigentlich ihre eigenen Bedürfnisse auf die der Tiere übertragen haben, ohne zu hinterfragen, was die Bedürfnisse der TierART eigentlich sind. Durchweg positive Reaktionen.
Was ich damit sagen wollte: Es gibt einen Weg in der Mitte, zwischen dem, was Herr Dr. Frers tut und dem, was in zahlreichen deutschen Reit-und Pensionsställen passiert. Und es gibt auch Abstufungen in der Boxenhaltung. ( tagsüber Freigang in der Herde, Außenpaddock etc. ) Man darf da nicht alles über einen Kamm scheren.
Die 24-Stunden-Boxenhaltung lehne ich allerdings auch vehement ab und es muß auch keine Box in einem hermetisch abgeschlossenem Raum sein ( "Tür zu, es zieht" als Standartsatz in deutschen Reitbetrieben ), keine Gitterstäbe bis an die Decke etc.
Ich selbst habe zwei Pferde, für die ich sowohl die Zeit ALS auch das Geld aufbringen kann, sie sorgfältig zu versorgen. Und das kostet schon ganz schön viel Geld, wenn man alles ( Versicherung, Hufschmied, Tierarzt, Wurmkuren, Impfungen und Zubehör - Strohbänder sind für mich nicht das NonplusUltra ) zusammenrechnet.
Der Punkt, der mich ernsthaft stört, ist der: Wenn ich im Grunde kein ausreichendes Kapital habe, wie will ich dann gewährleisten, daß ich IMMER und REGELMÄSSIG Futter in a) ausreichender Menge und b) in guter Qualität bekomme und das dann auch noch für 27 Pferde ?!
Kann man das mit seinem Gewissen vereinbaren ? Denn es setzt ja voraus, daß ich immer jemanden finde, der für mich in die Bresche springt. Oder bin ich falsch informiert und bezahlt Herr Dr. Frers tatsächlich jede einzelne seiner Rechnungen ?
Ich glaube ihm gerne, daß er seine Tiere mag und daß seine Tiere dem Menschen zugetan sind ( würden sie bei meinen übrigens auch bemerken -ich könnte Ihnen zusätzlich aber auch noch meinen Wintervorrat Heu und Stroh zeigen... ) aber ich halte es - bemüht und ganz viel Objektivität - einfach für zuvieleTiere, um denen immer gerecht werden zu können. Zumindest in seinem Fall. Und da die Stuten ja ständig wieder tragend werden, sieht es nicht so aus, als würde er seinen Pferdebestand selbst auf ein Maß reduzieren wollen, dem er dann auch wirklich immer und in allen Lagen gerecht werden kann.
Und was die Einzäunung einer Weide anbelangt, die man nicht auf ewige Zeiten nutzen wird: Es gibt wunderschöne Steckpfosten zu kaufen, E-Draht auf Rollen, für die Ecken vielleicht vier Holzfpfähle und ein E-Gerät und fertig ist eine Umzäunung, die auch wieder abgebaut werden kann...
Auch bei mir ist die mail länger geworden, als gewollt. So ist es immer, wenn man beim Thema "Pferd" in's Reden kommt...
Freundliche Grüße
Birgit Guse Sehr geehrte Frau Guse,
danke für den langen und objektiven Leserbrief.
Ich halte die Pferdehaltung von Herrn Dr. Frers ganz bestimmt nicht für gut und in dieser Form unterstützungswürdig. Ich habe im Artikel aufgeführt, wie sie sein sollte. Auf der anderen Seite habe ich gespürt, wie sehr die normale Gesellschaft im Fall Dr. Frers entgleisen kann und das wollte ich auch zeigen.
Nun hat Dr. Frers die Gelegenheit, eine gute und auch zukünftig sichere artgerechte Haltung für seine Pferde zu bekommen - und lehnt dies anscheinend ab. Das ist für mich völlig unverständlich - nein, falsch ausgedrückt - es ist für mich nicht mehr tolerabel.
Aber die Diskussionen darüber, wie es sein sollte und schön wäre, nützen bei Herrn Dr. Frers leider gar nichts. Da können sich nur Robustpferdehalter gegenseitig in ihrer Korrektheit bestätigen. Wir alle sind uns doch über die Paramenter einer guten artgerechten Pferdehaltung einig. Ja und? Dr. Frers wird sich nichts davon annehmen. Wichtig ist doch vielmehr, zu fragen, was man für die Pferde tun kann und ob es hier endlich eine dauerhafte Lösung geben kann für die auch Herr Dr. Frers gewonnen werden kann. Denn ohne bzw. gegen ihn konnte ja bislang noch niemand etwas erreichen und das "bislang" bezieht sich auf Jahre und Jahre und Jahre.
So lange Zeit praktiziert Dr. Frers sein Vagabundenleben nämlich bereits und alle Versuche, dieses zu beenden seitens Veterinär-oder Ordnungsbehörden, scheiterten. Ich glaube auch, daß der Kreis Lippe, der es schon sehr weit gebracht hat, letztendlich ebenfalls scheitern wird, weil Herr Dr. Frers eine Alternative für seine Pferde findet. Dann kommt der Sommer und im nächsten Winter geht das Spielchen so weiter.
Für mich war die von der DVSP aufgetane Möglichkeit, eine dauerhafte gute Lösung für die Pferde und ein Test für Herrn Dr. Frers, ob er seine Pferde denn wirklich so liebt, wie er sagt. Diesen Test hat er nicht bestanden. Leider, leider, leider!
Mit freundlichem Gruss
Sylvia Frevert 22.03.01 Liebe Frau Frevert,
ich wohne in der Region Hameln ( wieder ) und ich kenne die Herde von Dr. Erich Frers vom kurzen Vorbeifahren am Bückeberg, als er dort im Winter '99 / '00 mit seinen Pferden stand. Es sah nicht sehr viel anders aus als nun. Die Anbindehaltung bei Teilen seiner Herde hatte er schon im letzten Winter praktiziert und teilweise auch Auflagen gemacht bekommen. Im Normalfall zieht er ja weiter, wenn alles zu eng wird für ihn. ( Kenne ich von vielen Leute, die Ärger mit den Veterinär-Behörden oder Schulden haben ) Man hat mich nun schon mehrfach auf seine Haltung angesprochen ( unter anderem auch der Landwirt, von dem ich ein Fuder Heu gekauft habe, der Herrn Frers auch Heu - mit offener Rechnung - geliefert hat ), weil die Leute schon gerne wissen wollten, was andere Pferdehalter von seiner Haltungsform denken. Ich habe dann möglichst objektiv ( fällt einem wirklich manchmal schlichtweg schwer ) versucht zu skizzieren, welche Anforderungen eine gute und artgerechte Haltung stellt. Das mache ich meistens auch, wenn ich gegen die Boxenhaltung wettere. Die Leute sind ja nicht dumm. Und wenn ich eindringlich erkläre, daß die erforderliche Schutzhütte eigentlich nur ein Schutz gegen Wind und Regen darstellt, nicht aber ein Wärmeschutz sein soll und dann erkläre, wie perfekt auch die Haut eines Pferdes auf Kälte reagieren kann, was staubige, warme Stalluft für eine katastrophale Auswirkungen auf eine Pferdelunge hat und dann noch erkläre, daß die Pferde ( bis auf wenige Formen ) Steppentiere sind und keine Höhlentiere, dann begreifen die Leute das schon.
Und die Leute sehen dann einfach die Differenz zwischen dem, was ich ( für sie voll nachvollziehbar ) Ihnen als artgerechte Robusthaltung erkläre und dem was Herr Frers praktiziert oder eben einfach der 24-Stunden Boxenhaltung. ( Der obengenannte Landwirt seufzte regelrecht auf und meinte "Danke". Es gibt ihm dann doch den Glauben an eine anständige Pferdehaltung wieder. Denn von reiner Boxenhaltung hält er genauso wenig wie von dieser wenig fachgerechten Freilandhaltung, noch dazu mit ( damals war das wohl auch recht eng ) hungernden Pferden. )
Dazu muß ich nicht ausfallend über Herrn Frers reden, denn da halte ich eigentlich auch nichts von.
Fakt ist aber, daß ich mich darüber freue, daß der Kreis ihm nun die Pferde beschlagnahmt und die Pferde auch noch gut untergebracht hat. Hut ab. Das ist schon mit erheblichen Kosten für den Kreis verbunden und ich hätte es nicht gedacht, daß dies geschehen wird. Ich denke, es geht vielen so, denn dieses Gefühl der Hilflosigkeit ist es, fürchte ich, was die Leute auch so aggressiv gemacht hat. Der tanzt den Behörden auf der Nase herum und keiner kann ihm was. Das hat sich wohl sehr schnell verselbstständigt, daß auch Leute, die mit Pferden gar nichts zu tun haben, sich geärgert haben. u.A. vielleicht auch das gewisse Obrigkeitsdenken, wer weiß.
Mich macht das aber auch immer wütend, denn ich habe auch schon einen sehr schlimmen Fall von Tiermißhandlung zur Anzeige gebracht und die Leute wußten so genau, was sie zu tun haben, welche Gratwanderung für sie - rechtlich gesehen -gerade noch so erlaubt ist. Und zieht sich die Schlinge zu, dann sind sie einen Kreis weiter gezogen !!! Ich war bei einem Eingriff vom Veterinäramt dabei und die sind dort mit Polizei und Videokamera angerückt, die Leute mußten die Stuten, die zum Skelett abgemagert waren und ihre Fohlen ( !!! ) aus den versifften Ställen führen, während der Amtstierarzt das mit der Kamera aufnahm. Ein paar Minuten später fuhr ein abgewrackter Trecker auf den Hof und der Fahrer rief "Ich bringe das von Dir bestellte Fohlenfutter am Donnerstag !!!" ( Die Jährlinge waren zum Verkauf angeboten worden, total heruntergekommen, auf den Rippen konnte man Klavier spielen, dicke Wurmbäuche, kotverschmiertes Hinterteil, völlig apathisch und vollkommen verängstigt, ließen sich weder von der Besitzerin, noch von uns anfassen, eines humpelte auch noch ) Sehen sie, ich habe in dem Moment selbst so eine Wut im Bauch gehabt, daß ich die ganze Aggression gegen Herr Frers zwar nicht gutheiße, aber sehr wohl nachvollziehen kann. Denn ich fühlte mich trotz Eingriffes der Veterinärbehörde total machtlos, denn ich wußte, was dieser Satz mit dem Futter bedeutete !!! Die Leute hatten übrigens schon lange ein Halteverbot, offiziell gehörten die Tiere der Tochter, die ein uneheliches Kind hatte und voll von ihren Eltern abhängig war. Zu mir hat sie selbst gesagt, daß sie weiß, das 25 Pferde für sie zu viel sind und die letzten Tiere nur noch aus Mitleid gekauft wurden...
Es ist ein bißchen diese "Genugtuung", daß die Behörden eben genau diese Hilflosigkeit überwunden habe und einen Weg fanden, zuzugreifen. Natürlich weiß ich, daß Herr Frers versuchen wird, die Pferde zurück zu bekommen. Der Mann ist ( leider ) nicht dumm und mit allen Wassern gewaschen. Und er hat durchaus Gönner, die aus Mitleid handeln oder aber wirklich gut finden, was er macht. ( Der Schäfer, der ihm letztes Jahr die Weide am Bückeberg zur Verfügung stellte ist auch so ein Freak, mit dem habe ich auch schon eine Diskussion zur Pferdehaltung hinter mir, der ist auch großer Fan von der Freilandhaltung und praktiziert unschöne Schafhaltung, gab auch schon häufig Ärger deswegen )
Von dem Angebot der Deutschen Vereinigung zum Schutz des Pferdes wußte ich nur durch sie, die örtliche Presse erwähnte wohl, daß die mittlerweile auch dazu geschaltet wurde, doch nicht in welcher Form nun genau. Mir war aber schon klar, daß Herr Frers sich in keine Schranken und seien sie noch so gut gemeint, weisen läßt.
Und manche Formen von Tierliebe darf man zu Recht auch Egoisimus nennen, meine Meinung...
Ich glaube nicht, daß die Gemüter sich so erhitzen würden, wenn er ledigliche mit 2 oder 3 Tieren über die Lande zöge...
Im Übrigen, liebe Frau Frevert: Ich habe sehr wohl die Skepsis in ihrem Bericht herausgehört und bezichtige Sie keinesfalls, ein Fürsprecher für Herrn Frers zu sein *schmunzel* Es tut mir aufrichtig leid, wenn Sie nun der Aggression durch "Frers-Gegner" ausgesetzt sind. Denn der Artikel war ja wirklich der Versuch, die Angelegenheit von allen Seiten zu beleuchten.
Wollen wir den Pferden nun kräftig die Daumen drücken, daß eine anständige Lösung gefunden wird. Würde denn die DVZSP eventuell eine Übernahme der Herde zwecks Weitervermittlung in Betracht ziehen ?! Falls Herr Frers sie nicht zurück bekommt ?! Die unschönste Variante wäre ja, daß die Pferde, oder auch nur ein Teil der Herde, bei einer Versteigerung beim Schlachter landen würden. Pferdeschutz adé würde ich dann sagen... Läßt sich das irgendwie ausschließen ? Oder besteht die Gefahr ? Zur Zeit ist der Preis für Schlachtpferde ja durch die BSE-Krise explodiert und ich weiß nicht, wie das mit den fehlenden Equiden-Pässen geregelt würde, im Falle einer Schlachtung... ( meine Pferde sind keine Schlachttiere )
Auf jeden Fall werde auch ich den Fall mit Interesse weiterverfolgen. ( Lese ja auch die örtliche Presse *zwinker* Meine Nachbarin bringt mir die Zeitung immer vorbei, wenn etwas über Herrn Frers drinsteht... )
Liebe Grüße
Birgit Guse
PS: Zur Länge der Mail: Liegt einfach an diesem explosiven und immer interessanten Thema "Frers" und "Pferde" ... Liebe Frau Guse,
ja, das mit dem Schicksal der Tiere steht in den Sternen. Meine Wette: er geht nicht nach Magdeburg wegen der - wie Sie schon sagen - für seine Begriffe zu engen Schranken, sondern wird eine Weide vorweisen oder sonst irgendetwas.
Mein Gefühl ist, daß das Veterinäramt Herrn Dr. Frers das Zurückerhalten seiner Herde aber sehr schwer machen wird. Die sind hier so zielstrebig vorgegangen, das war schon bemerkenswert.
Also kommt es vielleicht doch zum Ablauf der Frist und dann - da geht kein Weg dran vorbei - zur Zwangsversteigerung der Tiere. Das kann das Amt wohl nicht anders regeln, da ja auch Kosten durch die Unterstellung entstanden sind, die von irgendwoher wieder hereinkommen müssen.
Die DVSP könnte also ganz normal mitbieten. Ob sie das tut, weiß ich nicht. Sie hat aber meiner Kenntnis nach kein Anrecht darauf, die Tiere günstiger oder kostenlos zu erhalten. Übernehmen würde die Gesellschaft die Tiere schon. Sie hatten ja auch Herrn Dr. Frers einen entsprechenden Vorschlag gemacht - so mit dem Hintergrund, daß es jetzt zwei vollstreckbare Titel gegen ihn gibt und die Herde so in Sicherheit wäre. Darauf wollte sich Herr Dr. Frers aber nicht einlassen. Um die Titel möge man sich mal keine Sorgen machen - er gegen den Rest der Welt.
Es wird also - so er die Pferde nicht zurückbekommt - meines Erachtens nach ganz schlimm für die Pferde. Ich denke nur an den mageren, vermutlich alten großen Fuchs und das Pferd mit nur einem Auge. Außerdem sind alle Pferde nicht gerade das, wonach der Pferdemarkt schreit, obwohl es m.E. nach tolle Pferde sind.
Ich finde es maßlos traurig. Aber Schuld daran ist nur einer - ihr Besitzer, der jetzt die Möglichkeit hätte, sein Leben zu ändern und gut für seine Pferde zu sorgen in relativer Freiheit.
Mit freundlichem Gruss
Sylvia Frevert
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