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Auszug aus dem aktuellen Hauptartikel  CENTAURON - Zusammenspiel der Hilfen:

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Geringes Gewicht steuert großes Gewicht
   
   
Gewichtsweichen:

Um Reiter und/oder Pferd die Funktionsweise und das Zusammenspiel der Hilfen begreiflich zu machen, bedient man sich einer Übungsform, die im Schritt (Pferd/Reiter hat genügend Zeit zu beobachten, zu bemerken, umzusetzen) ausgeführt wird:
Dem Schenkelweichen.

Der Begriff des „Schenkelweichens“ ist, wie einige andere in der Reit-Terminologie, irreführend.
Es wird hier suggeriert, das Pferd weiche dem Schenkel, wo es in Wirklichkeit vom Schenkel weg weicht durch die seitlich verlagerte Gewichtshilfe.
Demnach ist das sogenannte „Schenkelweichen“ in Wirklichkeit ein „Gewichtsweichen“ .

Das Gewichtsweichen im Schritt ist nichts anderes als das „Eichen“ des Pferdes auf die treibenden, verwahrenden und verhaltenden Hilfen durch den Reiter.
Hier wird der Grundstein gelegt für sämtliche weiterführende Lektionen.
Gewichtsweichen ist daher keineswegs geringzuschätzen, da die Auswirkungen einer dabei vollzogenen falschen „Justierung“ des Pferdes für reiterliche Einwirkung sich später hinderlicherweise wie ein roter Faden durch die weitere Arbeit ziehen werden!

Im Gewichtsweichen ist das Ziel der Ausbildung, dem Pferd begreiflich zu machen, bis zu welcher Intensität diese als „weisend“ zu betrachten ist und ab welcher Intensität sie als „weichend“ zu verstehen ist.
Da das Pferd sagittal sehr stabil fundamentiert ist durch den langen „Radstand“ ist es natürlich schwer, ein Pferd aus dieser Position in eine instabile Lage zu bringen.

Anders sieht dies für die laterale Gleichgewichtslage aus.
Hier hat das Pferd nur eine sehr schmale Basis zur Verfügung und kann mit wenig Aufwand aus dem Gleichgewicht gebracht werden.

Wegen höherer Masse und höherem Schwerpunkt ist es also wesentlich anfälliger gegen Schwerpunktbeeinflussung als der Mensch!

Nur im Bereich vorne-hinten, über die Länge des Rückens, kann sich ein Pferd sehr gut stabilisieren.
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